Die Action-Komödie "Bad Spies" ist wie die Pseudo-Agentinnen, um die es geht: einfach nur schlecht.

Eigentlich dachte Audrey, dass ihr Ex-Freund ein normales Leben führt. Bis sie mit ihrer Freundin Morgan seine Sachen verbrennen will und entdeckt, dass ihr Verflossener ein Spion ist. Als Audrey dann auch noch einen USB-Stick mit brisanten Informationen findet und Augenzeugin eines Mordanschlags wird, verlassen die beiden Freundinnen Hals über Kopf die USA.

Doch in Europa wird es für die beiden in der Komödie "Bad Spies" erst richtig turbulent. Als sie beschließen, die Mission von Spion Drew (Justin Theroux) zu Ende zu bringen, reiten sich Audrey (Mila Kunis) und Morgan (Kate McKinnon) immer tiefer in den Schlamassel hinein: Die beiden Möchtegern-Agentinnen werden bald vom CIA verfolgt, von osteuropäischen Profikillern und einem britischen Geheimagenten (Sam Heughan). Und die Freundinnen haben nur wenig Potenzial als Spioninnen.

Comedy-Einlagen sind hauen daneben

Ja, sie sind so schlecht wie der ganze Film. Was Komikerin Kate McKinnon manchmal raushaut, ist zum Fremdschämen. Regisseurin Susanna Fogel hat einen Drang zur Überspitzung, was die Witze oft ins Plakative abrutschen lässt. Das geht einem aber spätestens nach dem dritten Mal auf die Nerven. Das reißt dann auch Mila Kunis nicht raus, die zunehmend zum Sidekick wider Willen wird. Irgendwann nimmt man ihr die naive Audrey nicht mehr ab.

Der gewisse Charme von Genre-Kollegen wie den beiden "Kingsman"-Filmen fehlt hier vollständig. Das fällt immer dann auf, wenn die Brutalität einiger Szenen übertrieben hart ist und dann, im direkten Anschluss, die Comedy-Einlagen mit Holzhammer-Humor total danebenhauen.

In anderer Hinsicht wirkt die Komödie geradezu unpassend manierlich. Statt passend zum Ton des Films auch die dreckigen Ecken Europas anzusteuern, hebt Susanna Fogel nur die üblichen touristischen Highlights für Amerikaner heraus.


Kinos: Cinema (OV), Mathäser (auch OV), Münchner Freiheit R: Susanna Fogel (USA, 117 Min.)