AZ-Check für die Rückrunde Diese Bayern-Stars haben Steigerungspotential

Können nicht ganz zufrieden mit ihrer Hinrunde sein: (v.l.) Kingsley Coman, David Alaba, Renato Sanches und Thomas Müller. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

In der Hinrunde konnten einige Bayern-Profis die Erwartungen nicht erfüllen. Die AZ erklärt, wer in der Rückserie das größte Steigerungspotenzial hat – von Müller bis Alaba, Sanches und Coman.

 

München - Nun beginnt sie also für den FC Bayern, die entscheidende Saisonphase. Nachdem die Münchner sich mit dem Auftaktsieg im ersten Spiel nach der Winterpause in Freiburg (2:1) im tiefsten Winter zum Herbstmeister kürten, starten sie mit der Partie am Samstag in Bremen (15.30 Uhr) jetzt in die Rückrunde.

Zeit für ein kleines Zwischenfazit. „Ich denke, die Kadergröße ist perfekt und kann unser großer Trumpf im Kampf um die Titel werden“, sagte Robert Lewandowski zuletzt der „Sport Bild“. Aber nicht jeder der 18 Feldspieler konnte in der ersten Saisonhälfte voll überzeugen, einige blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

Die AZ blickt auf die Profis, die das größte Steigerungspotenzial haben und so tatsächlich zu Bayerns Trümpfen in der Rückrunde werden könnten.

Thomas Müller

Bei dem Nationalspieler, der sein Formtief von der Europameisterschaft, bei der er torlos blieb, mit nach München schleppte, ist der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit wohl am größten. Gerade mal ein Bundesligatreffer gelang ihm bisher. In der vergangenen Saison waren es in der Hinrunde noch 14 und am Ende 20 Tore.

Das sind zum jetzigen Zeitpunkt „also de facto neun, zehn Tore, die den Bayern fehlen“, sagte Ex-Bayern-Profi Thomas Strunz der AZ. Der Sport1-Experte kann Müllers Torkrise aber auch Positives abgewinnen: „Es kann sogar für die entscheidenden Spiele gut sein, wenn die Mannschaft darauf vorbereitet ist, enge Spiele unter schwierigen Begebenheiten zu gewinnen.“ Noch besser wäre natürlich, wenn Müller in der Rückrunde seinen Torinstinkt wiederentdeckt, und so zu Bayerns Titeltrumpf wird.

Renato Sanches

Der Portugiese bleibt aktuell das größte Rätsel beim FC Bayern. Der 19-Jährige wurde als Supertalent für 35 Millionen Euro verpflichtet, kam als Europameister und die Entdeckung des Turniers nach München. Beim FC Bayern bleibt er bislang aber weit hinter den Erwartungen zurück. Auf gerade einmal 15 Einsätze und 610 Minuten Spielzeit schaffte er es bisher und war dabei an keinem einzigen Tor beteiligt. Darüber hinaus wirkte er oft unsicher und wie ein Fremdkörper im Bayern-Spiel.

„Er ist noch jung, er muss lernen“, sagte sein erfahrener Teamkollege Xabi Alonso zuletzt über ihn, „aber Renato wird noch zeigen, was er kann. Er wird ein wichtiger Spieler für den Verein sein.“ Bisher ist er das jedenfalls nicht.

David Alaba

Die Karriere des 24-Jährigen ging bislang immer nur in eine Richtung: steil nach oben. Seit diesem Sommer stagniert die Entwicklung des Österreichers nun allerdings erstmals ein wenig. Auch er kam mit einer enttäuschenden EM und viel Kritik aus der Heimat im Gepäck zurück nach München. „Sicherlich war es neu für mich, aber ich bin auch dankbar für die Höhen und Tiefen“, sagte Alaba Sport1.

Die seien schließlich für „meine Entwicklung sehr wichtig“. Alaba spielt keine schlechte Saison, von den Weltklasseauftritten, die er in der Vergangenheit unter Ex-Trainer Pep Guardiola als Allzweckwaffe schon zeigte, ist er derzeit aber weit entfernt. Vor allem ist ihm seine Torgefahr plötzlich abhandengekommen. Auch Alaba hat jedenfalls großes Steigerungspotenzial für die Rückrunde.

Kingsley Coman

Karl-Heinz Rummenigge forderte den von Juventus ausgeliehenen Franzosen zuletzt ein wenig heraus. „Grundsätzlich sind wir von dem Spieler total überzeugt“, sagte der Vorstandsboss der „Bild“, „aber es ist schon festzustellen, dass die letzte Saison besser war als die jetzige, wobei er auch einige Verletzungen hatte.“ In der vergangenen Spielzeit war Coman an 18 Treffern (sechs eigene) beteiligt, in nur neun Hinrundeneinsätzen nun an keinem einzigen.

Bewährungsprobe für Kingsley Coman

Ein Kapselriss bremste ihn lange aus. „Stand heute haben wir eine Neigung, die Option zu ziehen“, sagte Rummenigge. Coman will nun wieder angreifen und aus der Neigung eine Überzeugung machen, die Kaufoption über 21 Millionen Euro zu nutzen.

 

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