Mit dem Ziel einer autofreien Innenstadt wollen Grüne und SPD das Tal zur Fußgängerzone umgestalten. Ein entsprechendes Konzept soll von der Stadtverwaltung erarbeitet werden.

Altstadt - Touristen laufen kreuz und quer über die Straße, während sich eine Rikscha am Sightseeing-Bus vorbeidrängelt. Wer regelmäßig im Tal unterwegs ist, weiß: Autofahren macht dort keinen Spaß.

Die Stadtratsfraktion der Grünen will die Münchner Innenstadt ohnehin autofrei gestalten, und fordert jetzt eine Fußgängerzone im Tal. Dadurch würde die Aufenthalts- und Lebensqualität vor Ort gesteigert werden, es gebe bessere Luft, weniger Lärm und mehr Sicherheit, heißt es in einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). 

Auf lange Sicht soll die komplette Innenstadt weitgehend autofrei gestaltet werden. Das Tal biete sich als erster Schritt an, weil alle Wege fußläufig machbar sind und das Viertel auch gut an den ÖPNV angeschlossen ist. Für die Einfahrt ins Tal soll es aber auch Ausnahmen geben: Beispielsweise Anwohner, Liefer- und Baustellenverkehr und mobilitätseingeschränkte Personen sollen weiterhin einfahren dürfen, genauso wie Fahrräder. Wie genau das Konzept aussehen soll und ob das Tal in der Folge auch baulich umgestaltet wird, soll die Stadtverwaltung nun erarbeiten.

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Reiter kann sich Fußgängerzone gut vorstellen

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soll den Plan eines autofreien Tals unterstützen. In ihrem Antrag zitieren die Grünen aus einem Interview von Reiter gegenüber dem "Münchner Merkur": "Für das Tal könnte ich mir eine weitere Ausweitung der Fußgängerzone gut vorstellen".

Bereits im Herbst 2015 habe der OB entsprechende Überlegungen angestellt, war damals aber auf Widerstand gestoßen – auch aus seiner eigenen Fraktion. Hier scheint sich die Meinung aber mittlerweile geändert zu haben: Auch die Stadtratsfraktion der SPD fordert in einem Antrag eine Fußgängerzone im Tal, sowie die Ausarbeitung eines "Masterplans" für eine verkehrsberuhigte Altstadt.