Auto auf der Straße geparkt Radfahrer schlägt Sanitäterin (42) ins Gesicht

, aktualisiert am 20.07.2018 - 14:28 Uhr
Der Rettungswagen parkte auf der Straße. Das missfiel dem Fahrradfahrer offenbar, er schlug die Sanitäterin. Foto: imago

Ein Radfahrer hat am Donnerstag eine sich im Einsatz befindende Sanitäterin beschimpft und ins Gesicht geschlagen. Offenbar störte den Mann, dass der RTW auf der Straße geparkt worden war.

Ludwigsvorstadt - Schon wieder ist eine Rettungskraft von einem gänzlich Unbeteiligten in Ausübung ihrer Arbeit angegangen worden. Der Vorfall passierte am Donnerstagabend auf der Lindwurmstraße.

Wie die Polizei berichtet, wurde gegen 19.20 Uhr ein Rettungswagen zu einem Einsatz in einer Wohnung nahe der Lindwurmstraße gerufen. Ein Säugling brauchte Hilfe. Aufgrund der Dringlichkeit des Einsatzes parkte die Besatzung den Rettungswagen auf der Straße.

Fahrradfahrer schlägt Sanitäterin ins Gesicht

Just in dem Moment, in dem eine 42-jährige Sanitäterin das Fahrzeug verließ und auf die Straße trat, wurde sie unvermittelt von einem Radfahrer mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Weil die 42-Jährige Ausrüstung in den Händen hatte, war sie ohne jede Abwehrmöglichkeit. Sie erlitt leichte Verletzungen.

Der Radfahrer kritisierte laut Polizei gegenüber der Frau die Parksituation des Rettungswagens. Anschließend entfernte sich der Mountainbikefahrer. Die Polizei ermittelt nun wegen "einem tätlichen Angriff auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen" (§115 StGB) und Körperverletzung.

Der Fall erinnert an die Tat vor einigen Wochen in Ottobrunn. Damals schmiss ein Eritreer eine Flasche in einen Notarztwagen und verletzte die Besatzung schwer.


Täterbeschreibung: Männlich, ca. 35 Jahre alt, 190 cm groß, 90 kg schwer, athletisch, schlanker Körper, west-/nordeuropäisch, dunkelhäutig, hageres Gesicht, sprach Ruhrgebiet-Dialekt (tief, laut, schnell); er war mit einem dunklen Mountainbike unterwegs.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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