Ausstellung in der Maxvorstadt Gillian Wearing im Museum Brandhorst

Auf dem Gruppenbildnis schauen 26 Männer und Frauen in Polizeiuniformen stumm, aber eindringlich die Betrachter an. Das Porträt ist keine Fotografie, sondern ein Film. Foto: Museum Brandhorst

Fotografien und Filminstallationen im Museum Brandhorst: Seit Donnerstag, 21. März, wird die erste große Retrospektive der Künstlerin Gillian Wearing in Deutschland gezeigt.

 

Maxvorstadt - Für Künstlerin Gillian Wearing bedeutet Kunst-Machen, soziale Beziehungen sichtbar zu machen. In Großbritannien zählt sie zu den wichtigsten Künstlern ihrer Generation. Bis zum 7. Juli zeigt das Brandhorst Museum in der Theresienstraße die erste große Retrospektive zu ihrem Werk in Deutschland.

Der 50-jährigen Gillian Wearing geht es in ihren Arbeiten immer wieder um den Selbstausdruck von Menschen in inszenierten Situationen. Ihr Interesse gilt Sicht- und Verhaltensweisen unterschiedlichster Menschen - Durchschnittsbürgern sowie Obdachlosen, Rentner und auch Schulkindern.

In schonungsloser, aber immer auch behutsamer Auseinandersetzung entstehen Porträts, in denen sich eine fragile Balance einstellt zwischen Eigenwahrnehmung und Außenwirkung, Privatheit und Öffentlichkeit, Wahrhaftigkeit und Projektion.

Gillian Wearing weiß, dass die Herstellung eines Bildes immer mit Macht verbunden ist und dass Vereinnahmung oder Manipulation nie völlig zu vermeiden sind.

In neun Ausstellungsräumen wird mit fotografischen Arbeiten und Filminstallationen ein Überblick über das bisherige Schaffen der Künstlerin gezeigt.

Zu weitere Informationen zur Ausstellung geht's hier.

 

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