Ausstellung am Sophie-Scholl-Gymnasium Eine Studie über Ungleichheiten in der Gesellschaft

Eine Ausstellung über die vielen Facetten von Diskriminierung startet in dieser Woche. Sie ist an sechs verschiedenen Orten in München zu sehen.

Schwabing - Die Ausstellung „Unterschiede, die einen Unterschied machen – eine interaktive Ausstellung zu Diskriminierung und Teilhabe“ wurde vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen in der Beratung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen entwickelt. Ab 17. Februar wird sie in München an sechs Orten gezeigt - unter anderem auch am Städtischen Sophie-Scholl-Gymnasium.

Benachteiligung – die schlechtere Behandlung von Personen oder Gruppen – hat unterschiedliche Ursachen, Erscheinungsweisen, Wirkungen und Konsequenzen. Menschen werden aufgrund von tatsächlichen oder zugeschriebenen Unterschieden diskriminiert. Dazu gehören unter anderem Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Religion, soziale und kulturelle Herkunft, Behinderung, Weltanschauung und sexuelle Identität.

Die Unterschiede, aufgrund derer Benachteiligung stattfindet, können sich außerdem überschneiden. So sind Menschen mit Migrationshintergrund zum Beispiel keine homogene Gruppe. Ihre Chancen unterscheiden sich, je nachdem ob sie Frau oder Mann sind, welchem Milieu sie angehören, wie alt sie sind, ob sie homo- oder heterosexuell sind, ob sie eine dunkle oder eine helle Hautfarbe haben, welcher Religion sie angehören oder durch welche Barrieren sie behindert werden.

Der Behindertenbeirat, die Gleichstellungsstelle für Frauen, die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, die Fachstelle für Querschnittsaufgaben des Stadtjugendamtes und die Stelle für interkulturelle Arbeit haben die Ausstellung nach München geholt, um gemeinsam Diskriminierungserfahrungen und ihre Überschneidungen zu thematisieren und zu bearbeiten.

 Die Ausstellung wird vom 17. Februar bis 27. März in München an sechs verschiedenen Orten gezeigt. Diese sind die Mittelschule an der Wittelsbacherstraße, das Städtische Sophie-Scholl-Gymnasium, die Stadtbibliothek Hasenbergl, das DGB-Bildungswerk München, die Städtische Berufsoberschule Sozialwesen und die Städtische Balthasar-Neumann-Realschule.

Begleitet wird die Ausstellung durch zweistündige Workshops. Insgesamt sind zirka 60 Workshops für Schulklassen geplant, an denen zirka 1.800 Schüler teilnehmen. Die Münchner Stadtbibliothek verfügt über ein gutes Literaturangebot zu den Themen der Ausstellung.

Was? Ausstellung „Unterschiede, die einen Unterschied machen – eine interaktive Ausstellung zu Diskriminierung und Teilhabe"

Wann? 17. Februar bis 27. März

Wo? Städtisches Sophie-Scholl-Gymnasium

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt es unter www.muenchen.de/unterschiede.

 

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