Aus Doha viel Neues Bayern-Trainingslager: Der akribische Herr Heynckes

Begehrtes Foto-Motiv: Trainer Jupp Heynckes (r.), der mit seinen Bayern im Trainingslager im Wüstenstaat Katar weilt. Foto: dpa

Bayern-Coach Jupp Heynckes kümmert sich im Trainingslager in Katar um jedes Detail. Der Triple-Held von 2013 fordert seine Spieler mit intensiven Trainingseinheiten.

 

Doha - Es gibt Parallelen zum Triple-Jahr 2013, doch auf ein Detail verzichtet Jupp Heynckes diesmal in Doha. Die morgendlichen Läufe, die der Trainer des FC Bayern damals in der Dunkelheit abhalten ließ, finden nicht statt. Die Zeit sei einfach zu kurz, verriet Heynckes am Mittwoch: "Letztes Mal waren es zehn Tage, in diesem Jahr sind es fünf."

Das Team funktioniert

Umso intensiver sind dafür die Einheiten, die der Coach seinen Stars auf dem Platz verordnet. Zweimal täglich wird bei Temperaturen um 25 Grad für eine erfolgreiche Rückrunde geschuftet, mehr als 90 Minuten waren es am Mittwochvormittag. Neben intensiven Lauf- und Passübungen stand auch ein Kraftzirkel auf dem Programm. "Alle ziehen super mit", lobte Heynckes anschließend seine Spieler.

Immer wieder unterbrach der Coach die Trainingseinheit, um Fehler anzusprechen. Man merkt dem 72-Jährigen an, dass er sich mit dem größtmöglichen Erfolg in den Ruhestand verabschieden will. Heynckes‘ Akribie beeindruckt alle im Klub.

Am Mittwochmorgen etwa mussten die Profis zu einer Videositzung antreten. Heynckes zeigte seinen Spielern noch einmal Szenen aus dem Pokalspiel kurz vor Weihnachten gegen Borussia Dortmund (2:1), erklärte ihnen, was gut und schlecht lief.

Heynckes, der Erfolgsgarant

Nach dieser Partie hatte der Coach den Stars noch individuelle Trainingspläne mit in den kurzen Winter-Urlaub gegeben, damit die Fitness erhalten bleibt. Heynckes hat einen genauen Plan – und die Bayern folgen. Weil der Trainer den Erfolg zurückgebracht hat.

Es ist deshalb nachvollziehbar, dass der Klub noch immer auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus hofft. "Ich sitze jeden Tag mit ihm zusammen, wir haben sehr gute Gespräche", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic und lachte: "Meistens geht es dabei um die Mannschaft." Meistens. Ein bisschen Hoffnung bleibt auf jeden Fall.

 

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