Aus "atmosphärischen Gründen" Entscheidung verschoben - Verwirrung um Gasteig-Sanierung

, aktualisiert am 12.10.2018 - 06:40 Uhr
Der Gasteig in München soll in großem Stil saniert und umgebaut werden. Foto: AZ

Der Aufsichtsrat der Gasteig GmbH hat am Mittwoch beschlossen, seine Empfehlung für den Architekten der Gasteig-Generalsanierung aus "atmosphärischen Gründen" um einige Tage zu verschieben.

München - "Es war das Anliegen des Aufsichtsrats, dass die Geschäftsführung des Gasteig vor der finalen Entscheidung erneut ein Gespräch mit allen ursprünglichen Architekten des Kulturzentrums beziehungsweise deren Erben führt", sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Bürgermeister Josef Schmid. Zwei der Architekten hatten vergangene Woche schriftlich ihre Einschätzung in einer "Denkschrift" übermittelt.

Keine Verzögerungen im Verfahren?

Es ist nicht ganz klar, wie sich etwaige Kritikpunkte der Architekten auf die weitere Planung auswirken könnten. "Es gibt keine Verzögerung im Verfahren", sagt jedenfalls Schmid – "der Stadtrat wird am 24. Oktober den Beschluss über den weiter zu verfolgenden Architektenentwurf fassen, wie bisher geplant."

Sanierung muss eng mit den Urheberrechtsinhabern abgestimmt werden

"Wie heute von den Rechtsanwälten als richtig bestätigt, haben wir von Anfang an engen Kontakt zu Architekt Rollenhagen gehalten und werden dies auch weiter tun. Mehr war bisher nicht möglich", so Geschäftsführer Max Wagner. Denn ein Verzicht auf das Urheberrecht ist juristisch nicht möglich, erklären die Rechtsanwälte. So wird es darauf ankommen, den weiter zu verfolgenden Entwurf eng mit den Urheberrechtsinhabern abzustimmen. Daher ist es nötig, am Freitag einen Entwurf auszuwählen, damit die Gespräche konkretisiert werden können.

Im Mai waren im Rahmen eines Architektenwettbewerbs drei Entwürfe zur Sanierung des Gasteig prämiert worden. Die Büros Auer Weber Assoziierte aus München, Henn aus München und Wulf Architekten aus Stuttgart erhielten gleichberechtigte Preise und die Gelegenheit, ihre Ideen weiterzuentwickeln. Am Freitag wird sich ein Bewertungsgremium aus Architekten und Vertretern der Landeshauptstadt München mit den drei Entwürfen nach den festgelegten Bewertungskriterien befassen. Die seit langem geplante Pressekonferenz findet allerdings nicht statt.

 

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