Spektakel pur beim Auftritt von Helene Fischer im Olympiastadion am Freitagabend. Die AZ-Konzertkritik.

München - Der Wettergott meint es entgegen der Prognose gut mit dem Münchner Olympiastadion und mit Pop-Schlager-Kaiserin Helene Fischer.

Und so muss sie keine Angst haben, dass die 54 000 Fans oder eines ihrer knappen Glitzerkostümchen nass werden. Drei Stunden lang rast sie mit Vollgas durch ihr Repertoire, startet mit einem der neuen Hits "Flieger" - wegen des fehlenden Daches kann sie sich leider diesmal nicht majestätisch von der Decke herablassen, gleicht das aber mit einer Flut von Konfettikanonen, riesigen Luftballons, Feuerstößen, zahlreichen Outfitwechseln und Tanzeinlagen aus.

Ihr Publikum reicht vom kleinen Kind bis zur Seniorin und so versucht sie auch jedem gerecht zu werden, klassische Schlager wie "Und morgen früh küss ich dich wach" und "Die Hölle morgen früh" kombiniert sie mit den neuen, sehr viel poplastigeren Nummern "Herzbeben" (zu Beginn reitet sie lasziv auf einem Rodeo-Herz) und natürlich "Atemlos", bei dem sie mit einem riesigen Keyboard aus dem Boden gefahren kommt und auch die Letzten sich von ihren Sitzen erheben.

Helene Fischer bedankt sich bei München

Zwischendrin kommt ein recht langes Medley von "Rhythm is a dancer", "What is love" und "I like to move it", das zwischen den Schlagern ziemlich bizarr wirkt. Aber die Fans verzeihen Helene das.

Sie ist ja auch so höflich, bedankt sich nach fast jedem Lied bei "München" und freut sich: "Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu München, ich kann heute zuhause schlafen". Ihre große Mission des Abends, ihre Fans mit einem guten Gefühl nach Hause gehen zu lassen, hat sie auf jeden Fall erfüllt.

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