Auftakt der nordischen Ski-WM Bundestrainer Ulrich: „Das war schon in Ordnung“

Siege für die Favoriten, solide Deutsche. Die nordische Ski-WM beginnt unspektakulär

 

VAL DI FIEMME Als Marit Björgen ihren neunten WM-Triumph feierte, staunten Denise Herrmann und Nicole Fessel als Zaungäste des Finals im Klassik-Sprint über die Ausnahmekönnerin aus Norwegen. „Wenn ich ihre Oberarme sehe, weiß ich, warum sie auf der Zielgeraden so stark schieben kann. Sie hat ein unglaubliches Kraftpotenzial“, sagte Herrmann.

Mit den Plätzen zehn und zwölf sowie dem erstmaligen Erreichen eines WM-Halbfinals sorgten die Oberwiesenthalerin und ihre Teamkollegin aus Oberstdorf am Donnerstag für einen halbwegs gelungenen Auftakt der Deutschen bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme.

Den Titel bei den Männern gewann der russische Olympiasieger Nikita Krjukow, der sich vor Norwegens Superstar Petter Northug und Alex Harvey aus Kanada durchsetzte. „Es war ein ordentlicher Auftakt, wenngleich bei dem einen oder anderen noch mehr möglich gewesen wäre“, sagte Bundestrainer Frank Ullrich.

Er hatte bei einigen die Nervosität vor dem ersten WM-Rennen ausgemacht und wollte deswegen nicht zu sehr kritisieren. „Die Athleten sind gut ins Laufen gekommen. Das war schon in Ordnung“, meinte er.

Für Axel Teichmann und Tim Tscharnke endete das Warmlaufen für den Teamsprint am Sonntag im Viertelfinale. „Ich habe mich gut gefühlt, aber das Gefühl hat getäuscht. Ich war eine Sekunde zu langsam“, sagte Teichmann.

Dennoch zog der 33-Jährige nach seinem ersten Start in Val di Fiemme, wo er vor zehn Jahren den ersten von zwei WM-Titeln gefeiert hatte, eine zufriedene Bilanz. „Die Form ist da. Ich gehe zuversichtlich in das nächste Rennen, wo ich alles reinhauen werde.“ Sechs Medaillen hat der DSV bei der WM als Ziel ausgegeben.

 

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