Aufregung um Video geht weiter U-Bahn-Pöbler sind abgetaucht!

„Schluss jetzt! Benehmt euch hier!“ Szenen aus dem Video, das mehrere Hunderttausend Menschen gesehen haben. Die Täter stehen jetzt vor Gericht. Foto: AZ-Screenshot

Die drei Afghanen, deren Video aus der Münchner U-Bahn derzeit für Schlagzeilen sorgt, sind untergetaucht. Zur Fahndung hat sie die Polizei jedoch nicht ausgeschrieben.

München - Bereits gestern hätten die drei afghanischen Asylbewerber, die in der U1 handgreiflich gegenüber Fahrgästen geworden sind, von der Polizei vernommen werden sollen. Als die Polizisten mit einem Dolmetscher an den jeweiligen Asylbewerberheimen, in denen die Männer untergebracht sind, ankamen, fehlte von den Afghanen allerdings jede Spur. Bei einem zweiten Versuch am Donnerstagmorgen bestätigte sich der Verdacht, dass die Tatverdächtigen untergetaucht sind.

Wie die Polizei berichtet, wurden die Afghanen nicht zur Fahndung ausgeschrieben, da es sich bei dem Vorfall in der U-Bahn um einen Delikt im niederschwelligen Bereich handelt.

Das Handy-Video, das für Aufsehen sorgt

Es sind etwa 32 Sekunden, über die derzeit in München und darüber hinaus heftig diskutiert wird. So lange dauert das Smartphone-Video, das ein Augenzeuge von einer handgreiflichen Auseinandersetzung in der U1 in der Nähe der Haltestelle Sendlinger Tor gemacht und in den sozialen Medien veröffentlicht hat. Darauf zu sehen ist,  wie eine Gruppe von drei Männern andere Fahrgäste angreift.

Mittlerweile ist klar, dass es sich bei den drei Tatverdächtigen um drei 19-, 20- und 25-jährige Asylbewerber aus Afghanistan handelt, die derzeit in München und im Umland untergebracht sind. Zwei von ihnen wurden bereits abgelehnt, das Verfahren des dritten läuft noch.

U-Bahn-Attacke: Idioten gibt es überall – ein AZ-Kommentar

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