Auf Rolltreppe getreten Nach Attacke im PEP: 67-Jähriger stirbt im Krankenhaus

, aktualisiert am 21.11.2017 - 16:21 Uhr
Der Vorfall ereignete sich auf einer Rolltreppe im PEP. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Traurige Nachrichten von der Polizei. Der 67-jährige Mann, der im PEP von einem Landsmann auf der Rolltreppe getreten wurde, ist gestorben.

Neuperlach - Eine Woche kämpften die Ärzte auf der Intensivstation eines Münchner Krankenhauses um das Leben des ehemaligen Altenpflegers. Doch am Ende konnten sie nichts mehr für den 67-Jährigen tun. Tayo T. (Name geändert) starb am Montag, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

Tayo T. war am Montag voriger Woche auf einem Rollband im Einkaufszentrum PEP von einem Fremden angegriffen worden. (AZ berichtete) Der 27-Jährige schrie den Rentner an und trat ihm gegen die Brust. Der 67-Jährige stürzte, konnte aber im letzten Moment von einem Mann hinter ihm aufgefangen werden. Tayo T. verlor das Bewusstsein. Ein Notarzt brachte ihn ins Krankenhaus, wo er jetzt, nach sieben Tagen, verstarb.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion des Rentners angeordnet. Das Gutachten soll klären, ob Tayo T. tatsächlich in Folge des Tritts starb.

Der Altenpfleger kam 1977 aus Nigeria nach München. Auch der Angreifer stammt aus Nigeria. Er wohnt seit Juli 2015 in München in einer Flüchtlingsunterkunft. Beide Männer sind sich nie zuvor begegnet, hatten auch keinerlei Kontakt.

Der 27-Jährige sitzt in U-Haft in der JVA Stadelheim. Er gilt als psychisch labil und verhaltensauffällig. Er soll psychiatrisch untersucht werden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen ihn wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

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