"Auf gut Österreichisch ist es scheiße" Trotz guter Reflexe: Alexander Strobl als tragischer Held

, aktualisiert am 14.08.2017 - 09:06 Uhr
1860-Torwart Strobl holt Dario Lezcano von den Beinen - und verschuldet damit den Elfmeter, der später zum 2:1 führt. Foto: Sampics/Augenklick

Löwen-Torwart Alexander Strobl hält die Löwen durch super Paraden mehrfach gegen Ingolstadt im Spiel. Ausgerechnet bei den beiden Gegentoren hat der Österreicher Aussetzer.

 

München – "Auf gut Österreichisch ist es scheiße." Alexander Strobl war nach der Pokal-Niederlage der Löwen gegen den FC Ingolstadt völlig bedient. Der 24-Jährige hatte beim 1:2 gegen die "Schanzer" den Rückstand verschuldet, als er überhastet aus seinem Tor kam, und den Elfmeter zum entscheidenden Gegentor verursacht.

Es war eine umstrittene Szene. "Ich war der Meinung, dass ich den Ball einfach weitergeleitet habe. Er hat versucht, in mich reinzulaufen. Mehr als stellen kann ich einen Stürmer nicht", sagte er zu der Szene, als er Angreifer Dario Lezcano von den Beinen holte. Es war der bislang vielleicht spektakulärste Nachmittag in seiner Karriere.

Dreimal hatte er mit hervorragenden Reflexen einen höheren Rückstand verhindert, doch vor allem beim 0:1 sah er richtig schlecht aus. "Ich wäre im Tor geblieben, wäre ich Torwart gewesen", meinte Kollege Timo Gebhart zu der Situation, als Lezcano den Löwen-Keeper überlupfte. "Da braucht man nichts schönreden. Es geht auf meine Kappe. Für mein Team ist das scheiße", sagte Strobl auf Nachfrage der AZ. "Ich gebe es ehrlich zu, das war mein Fehler. Aus Fehlern lernt man." Strobl habe sich falsch entschieden, rauszukommen, meinte auch Coach Daniel Bierofka. "Da wäre er wohl besser auf der Linie geblieben."

Er könne mit Niederlagen umgehen, schilderte Strobl weiter. "Da wird man nur stärker daran." Erfahrungswerte sammelte er gegen Ingolstadt genügend.

 

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