Auf dem Weg nach München Nicht angeschnallt: Kind (14) stirbt bei Crash auf A9

Schrecklicher Unfall auf der A9: Eine 14-Jährige wird aus dem Auto geschleudert und getötet. Foto: News5

Ein Vater ist mit seiner Tochter auf dem Weg nach München. Plötzlich kommt er ins Schleudern, das Mädchen ist nicht angeschnallt und wird durch die Heckscheibe aus dem Auto geschleudert - sie stirbt noch an der Unfallstelle.

 

München / Greding - Schrecklicher Unfall auf der A9 am Montagabend. Zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding kommt ein 51-jähriger Familienvater mit seinem Auto von der Fahrbahn ab, bei dem Unfall stirbt seine 14-jährige Tochter, die aus dem Auto geschleudert wird.

Warum der Ford mit Münchner Kennzeichen verunfallte, ist noch nicht ganz geklärt. Ein Gutachter wurde an die Unfallstelle beordert. Sicher ist, dass das Auto auf der linken Spur unterwegs war, nach rechts zog, gegen die Böschung fuhr und dann auf dem Mittelstreifen wieder zum Stehen kommt.

Unklarer Unfallhergang

Wie der Unfall weiter verlief, ist noch unklar. "Wir sind noch am Ermitteln, ob das Fahrzeug sich dann überschlagen hat oder nochmal in die Böschung gefahren ist", berichtet die Polizei. "Fakt ist auch, dass die 14-Jährige Beifahrerin während des Schleuderkurses aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, weil sie nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht angeschnallt war", so Stefan Pfeiffer, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion in Feucht.

Einsatzkräfte fanden die Jugendliche etwa 100 Meter vor dem Unfallfahrzeug auf der Autobahn. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass der hinzugerufene Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. "Das ist so ein typischer Unfall, wo man eigentlich relativ hilflos daneben steht und sich denkt, hätte das junge Mädchen den Gurt angelegt gehabt, dann wäre sie vermutlich nicht getötet worden", so Pfeifer.

Der 51-Jährige wird schwer verletzt.

Seltsamer Auffindeort

Unklar ist auch noch, wie genau die 14-Jährige an die Stelle kam, an der sie gefunden wurde. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wurde die 14-Jährige durch die Heckscheibe aus dem Fahrzeug geschleudert. Hierzu passt auch die Lage von einem Schuh, der rund 20 Meter hinter dem Fahrzeug auf der Straße lag. Allerdings eben nicht der Auffindeort des Mädchen. In diesem Punkt sind die Ermittlungen der Polizei und des Sachverständigen noch nicht abgeschlossen.

"Wir können zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auszuschließen, dass das junge Mädchen nicht auch noch von einem nachfolgenden Fahrzeug erfasst und mitgeschleift worden ist", berichtet Stefan Pfeifer. In diesem Zusammenhang wurde ein Mercedes-SUV sichergestellt. An dem Fahrzeug wird dann bei Tageslicht nach entsprechenden Spuren gesucht.

Während der Unfallaufnahe war die A9 komplett gesperrt. Es kam zu langen Staus, das THW versorgte feststeckende Fahrer mit warmen Getränken.

 

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