Auch weniger Kneipen Mehrheit der Briten hält Bier im Pub für unerschwinglich

Das Bier in Großbritannien ist viel zu teuer geworden, sagen viele Bürger des Landes. Foto: Andy Rain/epa/dpa

London - Mehr als die Hälfte der Briten hält die Bierpreise im Pub für nicht mehr bezahlbar. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die im Auftrag der Lobby-Organisation Camra (Campaign for Real Ale) durchgeführt wurde.

Auf die Frage, ob das Pint in einem britischen Pub erschwinglich ist, antworteten 45 Prozent der Befragten mit "eher unerschwinglich" und elf Prozent gar mit "höchst unerschwinglich". Dem "Guardian" zufolge kostet ein Pint in London derzeit durchschnittlich 5,20 Britische Pfund (rund 5,8 Euro), außerhalb der Hauptstadt müssen Pub-Besucher 3,50 Pfund auf den Tresen legen.

Schuld daran sind nach Ansicht von Camra vor allem die verschiedenen Abgaben, die in Großbritannien auf alkoholische Getränke in Pubs erhoben werden. "Biertrinker werden sich naturgemäß nach günstigeren Wegen umsehen, um einen Drink zu genießen, wie zum Beispiel den Einkauf beim Spirituosenhändler und Supermarkt für Zuhause", sagte die Camra-Vorsitzende Jackie Parker einer Mitteilung zufolge. Bereits im Herbst sollen die Abgaben pro Pint erneut um zwei Pennys steigen.

Die Zahl der Pubs in Großbritannien nimmt seit Jahrzehnten stetig ab. Dem Branchenverband British Beer and Pub Association zufolge liegt das an den stark gestiegenen Bierpreisen. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der Preis für ein Pint im Pub demnach um rund 28 Prozent nach oben geklettert.

 

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