Auch Hakenkreuze verschickt Unterföhring: Rechter Hetzer beleidigt angeschossene Polizistin

2017 wurde am S-Bahnhof Unterföhring eine 26-jährige Polizistin angeschossen und schwer verletzt. Foto: Peter Kneffel/dpa

Vor einem Jahr wurde eine junge Polizistin in Unterföhring angeschossen. Nun hat die Polizei einen Mann festgenommen, der mehrfach gegen die Beamtin hetzte, sie beleidigte - und Hakenkreuze verschickte.

München - Beteiligt an den Ermittlungen waren mehrere Fachkommissariate: Mord, Cybercrime und politisch motivierte Kriminalität rechts. Die Beamten suchten einen Mann, der seit einem Jahr gegen die angeschossene Polizistin hetzte und sie übel beleidigte.

Seit den Schüssen auf eine Polizistin in Unterföhring stellte eine bis dato unbekannte Person in sozialen Medien wiederholt Textnachrichten mit beileidigendem und strafbarem politischem Inhalt ein. Besonders makaber: Das geschah teils auch unter dem Pseudonym des Täters Alexander B.. Die Nachrichten hatten stets Bezug zur Tat in Unterföhring.

Hakenkreuze und Beleidigungen gegen die Polizistin

Der Unbekannte postete beispielsweise Hakenkreuze und beleidigte die schwer verletzte Beamtin. Außerdem wurde in weiteren Nachrichten in "menschenverachtender Weise öffentlich zu Straftaten aufgefordert", so die Polizei.

Die gemeinsame Ermittlungen führten nun zu einem Erfolg. Die Polizisten ermittelten einen 30-Jährigen, der die Nachrichten abgesetzt haben soll. Am Mittwochmorgen statteten die Ermittler dem Tatverdächtigen einen Besuch ab, ausgestattet mit einem Durchsuchungsbefehl.

Und sie wurden fündig: Neben umfangreichem Beweismaterial bezüglich der Posts fanden die Beamten auch ein gestohlenes Auto-Kennzeichen und jede Menge Drogen. Der 30-Jährige wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Ihm werden unter anderem Beleidigung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, ein besonders schwerer Fall des Diebstahls und illegaler Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen.

 

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