Attentat von 1972 Gedenkraum an Olympia-Attentat soll im Herbst 2016 fertig sein

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (l) und der israelische Generalkonsul Dan Shaham zeigen am 22.09.2014 im jüdischen Museum in München auf den siegreichen Entwurf für eine Gedenkstätte für das Olympia-Attentat 1972. (Archivbild) Foto: Andreas Gebert/dpa

Der lang geplante Erinnerungsort an das Münchner Olympia-Attentat soll im Herbst 2016 fertig sein. Das Kabinett stimmte am Dienstag in München den Plänen von Kultusminister Ludwig Spaenle für einen Neubau zu.

 

München - Der lang geplante Erinnerungsort an das Münchner Olympia-Attentat soll im Herbst 2016 fertig sein. Das Kabinett stimmte am Dienstag in München den Plänen von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) für einen Neubau auf dem ehemaligen Olympiagelände zu, wie Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) anschließend berichtete. Dort soll an die elf israelischen Sportler und einen bayerischen Polizisten erinnert werden, die 1972 bei den Sommerspielen während der Geiselnahme und dem anschließenden gescheiterten Befreiungsversuch ums Leben gekommen waren.

Ministerpräsident Horst Seehofer hatte der israelischen Regierung bei seinem Besuch im Jahr 2012 die Errichtung eines Gedenkorts zugesagt. Spaenle will nicht nur an die Toten erinnern lassen, sondern auch Vorgeschichte, Ablauf und Folgen des Anschlags darstellen. Allerdings gestaltete sich die Standortsuche im ehemaligen Olympiadorf mühsam, weil Anwohner Einspruch erhoben. "Der Weg war schwierig", sagte Huber über den geplanten Bau, dessen Kosten mit 1,75 Millionen Euro veranschlagt werden.

Die Finanzierung teilen sich mehrere Beteiligte: Staatsregierung und Stadt München werden je ein Viertel der Kosten übernehmen, der Bund will 350 000 Euro beisteuern. Das Internationale Olympische Komitee und eine US-Stiftung haben je 250 000 Dollar zugesichert.

 

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