Attentat 1972 Westerwelle zu München-Attentat: Deutschland hat nicht vergessen

Einer der Attentäter der Olympischen Spiele 1972 in München. Foto: AP

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat am Rande der Olympischen Spiele in London der Opfer palästinensischen Terrors von vor 40 Jahren in München gedacht.

 

London – „Ich versichere Ihnen, dass Deutschland nicht vergessen hat“, sagte Westerwelle bei der offiziellen Gedenkveranstaltung des Jüdischen Komitees für die Spiele in London und des israelischen Nationalen Olympischen Komitees in London. Bei dem Attentat 1972 bei den Spielen in München waren elf Mitglieder des israelischen Teams sowie ein deutscher Polizist ums Leben gekommen.

Um das Gedenken an die Toten von München hatte es im Vorfeld der Spiele von London Diskussionen gegeben. Die israelische Seite wollte eine Gedenkminute für die Terroropfer während der Eröffnungsfeier durchsetzen. Unter anderem hatten sich Witwen der Getöteten dafür stark gemacht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit seinem Präsidenten Jacques Rogge an der Spitze lehnte dies kategorisch ab.

„Die Olympischen Spiele in München waren das erste Weltereignis in Deutschland nach dem Horror der Nazizeit, sagte Westerwelle. „Es sollten freudvolle Spiele werden.“ Stattdessen seien die Spiele in einem Schock erstarrt. Der Angriff auf das israelische Team sei „ein Angriff auf die olympischen Werte der Fairness, des friedlichen Wetteiferns und des gegenseitigen Respekts“ gewesen.

„Deutschland blickt zurück in Trauer“, sagte der Außenminister. „Wir können die Toten nicht ins Leben zurückholen“, betonte er. Aber es ist unsere Pflicht, ihr Andenken in Ehren zu halten. Terrorismus sei aber kein Phänomen der Vergangenheit. Das Attentat auf israelische Touristen in Bulgarien vor wenigen Wochen sei ein Hinweis darauf, dass Terroristen weiter ihren Hass und ihre Intoleranz versuchen zu verbreiten.

„Deutschland steht weiter an Israels Seite“, sagte Westerwelle. „Wir werden nicht still sein, wenn Israel oder sein Volk bedroht werden.“ Doch er betonte auch: „Unsere Beziehung ist nach vorne gerichtet. Deutschland und Israel sind Partner und Freunde.“

 

0 Kommentare