Attacke gegen FC Bayern BVB-Boss Watzke: Götze wurde angelogen

Ein Bild aus früheren Dortmunder Zeiten: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (rechts) und Mario Götze. Foto: Imago

Rechtzeitig vor dem Supercup-Duell mit dem Branchenführer trommeln die Verantwortlichen von Borussia Dortmund mächtig: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erhebt schwere Vorwürfe in Richtung des FC Bayern.

 

München - Sie reden schon lange wieder miteinander, sie treffen sich vor den Spielen regelmäßig zum Essen: Zwischen den Bossen des FC Bayern und Borussia Dortmund ist nach turbulenten Zeiten Frieden eingekehrt.

Man konnte zuletzt fast den Eindruck bekommen, dass sich Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des BVB, und Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sogar richtig gern haben.

Beim Thema Mario Götze, der in dieser Transferperiode von Bayern zum BVB zurückgekehrt ist, wird der Ton nun aber wieder aggressiver. Im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" wirft Watzke den Bayern Unehrlichkeit bei der Verpflichtung des Weltmeisters im Jahr 2013 vor.

Auf die Frage, wie es zu dem Missverständnis zwischen Götze und den Bayern gekommen sei, sagte der BVB-Boss: "Indem irgendjemand Mario die Unwahrheit gesagt hat."

Einen Namen nannte Watzke zwar nicht, doch zwischen den Zeilen deutete er an, dass er eine Person meinte, die inzwischen nicht mehr bei den Bayern arbeitet: Matthias Sammer, früherer Sportvorstand und für Transfers mitverantwortlich.

Schon länger ist indes bekannt, dass Bayerns damaliger Trainer Pep Guardiola lieber den Brasilianer Neymar anstelle von Götze verpflichtet hätte. Der Deal 2013 war vor allem von der Klubführung der Bayern forciert worden, Guardiola stimmte der Götze-Verpflichtung lediglich zu. Wirklich wichtig wurde der Offensivstar unter dem Katalanen aber nie.

Für neuen Krach werden Watzkes Aussagen aber kaum sorgen. Vor dem Supercup am Sonntag ist ein gemeinsames Essen geplant.

 
 

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