Atommeiler abgeschaltet Hurrikan "Sandy": Alarm in US-Atomkraftwerken

Alptraum-Nacht an der US-Ostküste: Wirbelsturm „Sandy“ ist mit voller Wucht auf das Festland geprallt. Menschen kommen ums Leben, darunter zwei Kinder. Millionen Menschen sind ohne Strom. Foto: dpa

Ältestes US-Atomkraftwerk ruft Hochwasseralarm aus. Ein Reaktor in einer weiteren Anlage wurde abgeschaltet. Alle US-Atomkraftwerke sollen in einem sicheren Zustand sein.

 

Atlantic City - Der Sturm „Sandy“ hat mehreren Atomkraftwerken im Osten der USA Probleme bereitet: In der ältesten Anlage des Landes wurde wegen Hochwassers in Folge des Exhurrikans ein Alarm ausgerufen, in einem weiteren Kraftwerk wurde ein Reaktor abgeschaltet.

Das Kraftwerk Oyster Creek im Staat New Jersey war bereits vor der Ankunft von „Sandy“ zu Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. Nach Angaben der Atomregulierungsbehörde (NRC) wurde gegen 19.00 Uhr Ortszeit ein „ungewöhnliches Ereignis“ ausgerufen, als das Wasser eine bestimmte Höhe erreichte. Knapp zwei Stunden später wurde die Lage zum „Alarmzustand“ hochgestuft, die zweitniedrigste von vier Stufen.

Im Kernkraftwerk Indian Point, rund 70 Kilometer nördlich von New York, wurde ein Reaktor wegen externer Probleme des Stromnetzes abgeschaltet, wie die Betreiberfirma Entergy mitteilte. Für Beschäftigte oder die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Ein weiterer Reaktor des Kraftwerks arbeite mit voller Leistung.

Nach offiziellen Angaben sind alle US-Atomkraftwerke weiterhin in einem sicheren Zustand. Die Wassermassen bei Oyster Creek in der Nähe des Atlantiks sollten innerhalb der kommenden Stunden zurückgehen. Oyster Creek ging 1969 ans Netz und liefert neun Prozent des in New Jersey verbrauchten Stroms. 2019 soll die Anlage geschlossen werden. Sie ist nach Angaben der NRC wasserdicht und in der Lage, Hurrikanen standzuhalten.

 

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