Asahi Asien auf dem Laufband

Rote Papierlaternen gehören auch in Sushi-Lokalen mittlerweile zur Vergangenheit. Das Asahi in der Leopoldstraße jedenfalls besticht durch moderne Innenarchitektur. Foto: Gregor Feindt

Anh Tu Nguyen ist eigentlich kein Japaner. Trotzdem ist er mit seinen Sushi-Lokalen erfolgreich. Nun gibt es auch eines in München

 

Es ist alles bestens dokumentiert: Von den Bambusstühlen im Asahi aus kann man Jumbo Schreiner, den XXL-Tester von Pro Sieben, dabei beobachten, wie er einen riesigen Topf Reis auskippt. Es ist nicht irgendein Clip, der da auf dem Flachbildschirm läuft, es ist jener Fernsehbeitrag, mit dem das Sushi-Imperium von Anh Tu Nguyen seinen Anfang nahm.

Man kann Nguyen – wer sich in Asien ein bisschen auskennt, wird das am Namen sofort erkannt haben – nicht unbedingt einen Japaner nennen. Die Familie des 28-jährigen Jungunternehmers stammt aus Vietnam. Das Running-Sushi-Konzept aus dem Hause Nguyen ist trotzdem erfolgreicher als das von so manchem echten Japaner.

Es war das Jahr 2007, der Sushi-Laden der Familie Nguyen in Ottobrunn hatte gerade einmal ein knappes Jahr geöffnet, da stand plötzlich das Fernsehen vor der Tür. In einem kleinen Test war das Asahi als das beste All-you-can-eat-Restaurant ausgezeichnet worden. Nach dem TV-Auftritt kamen sogar Leute aus Nürnberg und Würzburg eigens zum Essen angefahren. „Das war schon der Wahnsinn”, sagt Nguyen.

In Freising konnte Nguyen bald ein zweites, und vor ein paar Wochen nun in München ein drittes Running-Sushi-Restaurant eröffnen. Das Asahi an der Ecke Leopold- und Ainmillerstraße ist ein modern eingerichtetes Lokal mit bunter Ellipsendecke und doppelstöckigem Förderband in der Mitte. Darüber laufen Nigiri, Hoso Maki und California Rolls, aber auch Spezialitäten aus Thailand und anderen Teilen Asiens.

In einer Gegend, in der es nicht gerade an Sushi-Läden mangelt, ist es vermutlich keine schlechte Idee, die gesamte Bandbreite der asiatischen Küche abzudecken. Neben Japanern arbeiten im Asahi auch Chinesen, Thailänder und Vietnamesen, die auch gebratene Ente und rotes Curry über das Band schicken.

Alle Gerichte gibt es auch als Hauptgang. Wer sich für das All-you-can-eat-Menü entscheidet, zahlt mittags 10,90 Euro, abends bei größerer Auswahl, 18,90.

Leopoldstraße 27, täglich 11.30-15 Uhr und 17.30-23 Uhr, www.restaurant-asahi.de, Tel. 200 47 336

 

1 Kommentar