Anwohner verärgert Linie 25 sorgt für Tram-Frust in Münchens Osten

Seit Dezember fährt die Tram 25 bis nach Steinhausen – das freut allerdings nicht alle Anwohner. Foto: Petra Schramek

Seit die Linie 25 nach Steinhausen fährt, ist das Busnetz umgestellt. Das nervt Anwohner und Stadtteilpolitiker.

 

Bogenhausen - Mit Inbetriebnahme der Tram 25 zum Berg am Laimer S-Bahnhof im Dezember 2016 wurde auch das Busnetz umgestellt und fungiert jetzt als Zubringer zur Tram. Viele Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs sind damit gar nicht glücklich. Große Knotenpunkte, wie der Ostbahnhof, sind oft nur noch durch Umsteigen erreichbar.

"Mein Arbeitsweg hat sich um 40 Minuten verlängert"

Weil jetzt die neue Tramlinie 25 nach Zamdorf in Betrieb ist, hat die Münchner Verkehrs-Gesellschaft (MVG) das lokale Busnetz dem Verkehrsknoten Berg am Laim angepasst. Deshalb gibt es massive Proteste, weil viele Fahrgäste öfter umsteigen müssen und länger zum Ziel brauchen als zuvor.

"Wir werden überhäuft mit Beschwerden von Bürgern wegen der Verschlechterung der Buslinien", sagt der Verkehrsexperte des Bogenhauser Bezirksausschusses (BA), Martin Tscheu (SPD). "Mein Arbeitsweg hat sich um bis zu 40 Minuten verlängert", schimpfte eine Frau in einer BA-Sitzung. Kinder müssten früher aufstehen, um rechtzeitig zur Schule zu kommen, klagte eine andere. Auch in Waldtrudering ist man unzufrieden, seit mit Eröffnung der Tram Steinhausen die Buslinie 146 zwischen Iltisstraße und Ostbahnhof gestrichen wurde. "Seitdem fühlen wir uns durch den ÖPNV noch schlechter mit Stadtzentrum, Flughafen und vor allem dem Ostbahnhof verbunden", schilderte ein Waldtruderinger dem Truderinger Bezirksausschuss die Situation.

Neue Linienführung der Busse verärgert

Mit dem 146er Bus habe man besten Anschluss an Nah- und Fernverkehr gehabt. Zum Airport müsse man jetzt den Bus 185 nach Trudering oder Berg am Laim nehmen, in die S-Bahn umsteigen und am Leuchtenbergring zur Flughafen-S-Bahn wechseln. "Mit Gepäck eine tolle Sache!" schimpfte der Mann. Zur Innenstadt sei der Umsteigepunkt Ostbahnhof ideal gewesen, dort fahre alle paar Minuten eine Bahn Richtung Zentrum.

In Bogenhausen wünschen sich die Nutzer wieder die alte Linienführung für die Busse 187, 190 und 191 und wie gehabt, direkte Verbindungen von Daglfing und der Parkstadt Bogenhausen zum Ostbahnhof.

Dass man nun direkt zum Michaelibad fahren kann, sticht nicht. "Niemand muss von hier aus zum Michaelibad", schimpfen die Bogenhauser. Das Fazit im 13. und 15. Stadtbezirk: Fahrten ins Zentrum dauern länger und sind umständlicher als vor Eröffnung der Tram.

"Wir können die Beschwerden nur an die MVG weitergeben und darauf dringen, dass die Buslinien wieder geändert werden. Der BA sieht auch, dass es nun oft sehr viel beschwerlicher ist, vor allem für Ältere oder Leute mit Gepäck! Wir leiten die Bürgerkritik mit ganzem Herzen weiter und lassen einfach nicht locker!", versprach Martin Tscheu.

 

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