Anwalt spricht von "Rechtsfehlern" Westend-Entführer geht in Revision

Der Entführer und sein Anwalt Adam Ahmed. Foto: jot

Das Gericht hatte den 53-jährigen Mario S. zu langer Haft verurteilt. Doch sein Anwalt sieht Rechtsfehler beim Urteil.

 

München – Der Entführer einer Bankiers-Ehefrau hat Revision gegen seine Verurteilung eingelegt. Das erklärte sein Anwalt Adam Ahmed. Bereits die mündliche Urteilsbegründung sei nicht frei von Rechtsfehlern gewesen, teilte Ahmed gegenüber „Bild“ mit. Das Landgericht München hatte Mario S. (53) am vergangenen Dienstag zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Der Mann hatte die 46 Jahre alte Frau im Juni 2015 in ihrem Haus in Ottobrunn gekidnappt und 2,5 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Sie konnte sich auf einem Parkplatz losreißen und fliehen. Den Sohn ließ der Mann im Haus der Familie an die Heizung gefesselt zurück. Der Entführer wurde später in Thailand festgenommen.

Das Landgericht sprach den 53-Jährigen der Freiheitsberaubung, der versuchten schweren räuberischen Erpressung und des erpresserischen Menschenraubs schuldig. Verteidiger Ahmed hatte für eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten plädiert.

 

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