Antrag der SPD Max-Joseph-Platz: Die Parkspindel vor der Oper soll weg

Jetzt schon schön - und vielleicht bald noch schöner: Der Max-Joseph-Platz vor der Oper. Foto: Djordje Matkovic

Die SPD will die Zufahrt zur Opern-Tiefgarage in die Maximilianstraße verlegen. Dann wäre der Max-Joseph-Platz endlich autofrei.

München Er könnte so schön sein, der Max-Joseph-Platz. Wie er so daliegt, direkt vor der Oper, umringt von lauter imposanten Monumentalbauten. Kein Zweifel: Er könnte einer der attraktivsten Plätze der Stadt sein – wenn da nicht diese überdimensionale Tiefgaragenabfahrt wäre, die vielen Touristenbusse und Taxis, die den Max-Joseph-Platz in nicht gerade unwesentlichem Maß in eine Blechwüste verwandeln.

 

Die ganze Stadt ist sich im Grunde deshalb einig: die Oper, die Anwohner, der Stadtrat. Alle wollen, dass etwas passiert. Erst vor einem Monat haben Architekturstudenten der TU München ihre Ideen für einen neuen Max-Joseph-Platz präsentiert. Und Besucher der Ausstellung waren erstaunt: So grün, so offen, so sexy – so kann die jetzige Betonwüste also auch ausschauen?

Im Internet haben mittlerweile über 2500 Menschen eine Petition unterschrieben, die eine Neugestaltung des Platzes fordert. Erste sanfte Initiativen gibt es bereits. So hat der CSU-Stadtrat Richard Quaas kürzlich gefordert, man möge, bis mit der Überplanung begonnen werden kann, doch zumindest den Schilderwald lichten, der einen an vielen Stellen den Blick auf den Platz vermiest. Und aus der SPD kommt nun sogar ein ganz konkreter Vorschlag, wie man zumindest die hässliche Tiefgaragenzufahrt vom Platz runterbekommt.

Die SPD würde die Zufahrt gerne in die Maximilianstraße verlegen. Von den Ausmaßen der Tiefgarage her wäre das kein Problem. Der unterirdische Bau erstreckt sich bis weit unter die Münchner Prachtmeile. „Natürlich muss sich die Zufahrt in Bezug auf Größe und Stil ins Ensemble der Maximilianstraße einfügen“, sagt Alexander Reissl, der SPD-Chef im Rathaus.

Die Einfahrtshöhe soll nicht mehr als zwei Meter betragen, die Brüstungen stellt sich Reissl schlank und zurückhaltend gestaltet vor. „Ich habe ähnliche Lösungen schon in Paris gesehen“, sagt er. „Dort ist das ganz ansprechend gelungen.“

Die Stadt soll nun prüfen, was eine Verlegung der Rampe kosten würde – und ob der private Betreiber der Tiefgarage damit überhaupt einverstanden wäre. Es wäre ein „echter Befreiungsschlag“ sagt Reissl, sollte die riesige Parkspindel endlich verschwinden. Der Max-Joseph-Platz wäre dann autofrei und bereit für eine neue Gestaltung. Dann könnte daraus wirklich der schönste Platz der Stadt werden.

 

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