Angebot des USC "Bei uns ist der Rollstuhl Sportgerät"

Mit regelmäßigen Sportveranstaltung will der Rollstuhlsportverein USC München den Rollstuhlsport bekannter machen. Foto: Christine Linnig/ho

Beim USC sporteln Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam: Regelmäßige Sportevents sollen den Rollstuhlsport jetzt bekannter machen. Am Samstag ist Premiere. 

 

Giesing - Cheerleader, Prominente und Rollstuhlführerschein - Der USC München Rollstuhlsport e.V.München veranstaltet gemeinsam mit seinen Partnern erstmals am 15. Februar die neuen Münchner inklusiven Sportevents, die sollen ab jetzt regelmäßig stattfinden.

Die Premiere für Münchens inklusive Sportveranstaltungen sollen Inklusion erlebbar machen.

Inklusion ist das noch relativ junge und sperrige Wort, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu beschreiben. „Wir sind da schon einen Schritt weiter“, sagt Arne Wettig, der zweite Vorsitzende des USC München Rollstuhlsport e.V. „Bei uns dürfen auch Nichtbehinderte mitmachen. Wir betreiben keinen Behindertensport, sondern Rollstuhlsport für alle.“

Bereits seit Jahren spielen im Rollstuhlbasketball Akteure mit oder ohne Handicap gemeinsam in Teams und im Ligabetrieb. „Hier ist der Rollstuhl kein Makel, sondern einfach ein Sportgerät wie etwa der Stab für einen Stabhochspringer“, sagt Wettig. „Auf diese Weise muss auch Inklusion funktionieren, spielerisch, ohne Berührungsängste, jedoch mit Ehrgeiz.“

Um Berührungsängste abzubauen, hat sich der USC München, Deutschlands erfolgreichster Rollstuhlsportverein, viel vorgenommen: Gemeinsam mit Partnern und Förderern und der Hilfe von Prominenten hat er das Münchner Netzwerk für Sport und Inklusion "Spinket" gegründet und veranstaltet Münchens erste, regelmäßig stattfindenden inklusiven Sportveranstaltungen – immer dann, wenn die erste Mannschaft des USC ein Bundesliga-Heimspiel hat.

Premiere ist am kommenden Samstag, 15. Februar:  Dort wartet auf die Zuschauer in der Säbenerhalle, Säbenerstraße 49, von 10 bis 19 Uhr ein umfangreiches Programm:

Es gibt nicht nur vier Rollstuhlbasketball-Spiele aus der Bundes- und Regionalliga und Cheerleader zu sehen, sondern vor allem zahlreiche Mitmach-Aktionen für Menschen mit und ohne Behinderung.

Dazu gehören ein Try Out Rollstuhlbasketball, ein Modelwettbewerb, ein Freiwurfgewinnspiel, für das ein Sponsor 10.000 Euro Preisgeld ausgerufen hat, und die Möglichkeit, einen Rollstuhlführerschein zu machen.

Weitere Termine sind der 15. und 22. März.

Zehn Übungen umfasst der Rollstuhlführerschein. Vor allem Spaß soll er machen, „aber zu einfach machen wir es den Teilnehmern nicht. Wir wollen natürlich auch Realität vermitteln“, betont Bärbel Roscher. Sie ist Mutter einer Tochter an der integrativen Montessori Schule an der Balanstraße.

Roscher sieht einen langen Weg vor sich: „Barrieren in den Köpfen abzubauen, ist nichts für Sprinter, das ist ein Marathonlauf.“ Schirmherren und Unterstützer von SPINKNET sind unter anderem die zweifache Paralympicssiegerin Birgit Kober, die Schauspieler Frank Röth (Hörkules-Preisträger 2013, Synchronsprecher von „Ziemlich beste Freunde“) und Heio von Stetten sowie Irmgard Badura, Behindertenbeauftragte der bayerischen Landesregierung

 

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