Angebliches Opfer mit juristischem Schlupfloch Bringt eine Verleumdungsklage Bill Cosby zu Fall?

Muss sich derzeit über ziemlich viele Dinge den Kopf zerbrechen: Bill Cosby Foto: Jeff Daly/Invision/AP

Damit dürften Bill Cosby und seine Anwälte nicht unbedingt gerechnet haben: Ein angebliches Missbrauchsopfer hat nun Klage gegen den Entertainer eingereicht - weil der bestreitet, sie vergewaltigt zu haben.

 

Los Angeles - Über Umwege könnte Comedy-Star Bill Cosby (77) nun doch noch der Prozess gemacht werden: Tamara Green, eine ehemalige Anwältin aus Kalifornien, hat gegen den Schauspieler Klage eingereicht - wegen angeblicher Verleumdung, wie das Promi-Portal "tmz.com" berichtet. Die Frau hatte den Schauspieler in der Vergangenheit bereits mehrfach beschuldigt, sie in den 70er und 80er Jahren sexuell missbraucht zu haben. Zuletzt hatte sie ihre Vorwürfe wieder erneuert, der Anwalt des Entertainers wies ihre Anschuldigungen aber als falsch zurück. Green behauptet nun, sie sei dadurch in der Öffentlichkeit der Lüge bezichtigt worden. Daraus seien ihr erhebliche Nachteile in Privat- und Berufsleben entstanden.

Rund 20 Frauen haben den ehemaligen Serien-Star mittlerweile beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben - ein Ende scheint nicht in Sicht. Doch ob sich Cosby jemals für diese Vorwürfe vor Gericht verantworten muss, bleibt fraglich. Schließlich liegen die Vorfälle zum Teil mehr als 40 Jahre zurück. Sollte die Verleumdungsklage nun durchkommen, müsste sich Cosby tatsächlich einem Gericht stellen.

 

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