Anfrage im Stadtrat Mehr Bürgerfreundlichkeit im Fundbüro

Im Städtischen Fundbüro häuft sich so einiges an: Die Fraktion der Bürgerlichen Mitte im Stadtrat möchte, dass die Einrichtung bürgerfreundlicher wird. Foto: Gregor Feindt

Die Stadtratsfraktion der Bürgerlichen Mitte findet das Städtische Fundbüro zuwenig barrierefrei und bürgerfreundlich. Deshalb stellt sie eine Anfrage im Stadtrat.

 

Sendling - Mit der Barrierefreieheit und Bürgerfreundlichkeit des Städtischen Fundbüros in der Oetztaler Straße beschäftigt sich ein Anfrage der Fraktion der Bürgerlichen Mitte, bestehend aus Freien Wählern, ÖDP und Bayernpartei, im Stadtrat. 

Laut den Fragestellern Richard Progl (BP), Johann Altmann (FW), Otto Bertermann (FW), Tobias Ruff (ÖDP) und Ursula Sabathil (FW) ist das Fundbüro "die wichtigste und zentrale Anlaufstelle für Menschen, die etwas verloren haben, und sollte deshalb für alle Münchner Bürger möglichst problemlos zugänglich sein." Die Realität sähe aber leider anders aus.

Die Stadträte beklagen, dass das Fundbüro relativ weit vom Stadtzentrum entfernt liegt und von der nächsten MVV-Haltestelle (Harras) ist noch ein halber Kilometer Fußweg zu bewältigen ist.

Außerdem befindet sich die Anmeldung und die Kasse im 2. Stock. "Für mobilitätseingeschränkte Besucher gibt es zwar einen Aufzug, dieser befindet sich jedoch etliche Meter vom eigentlichen Haupteingang entfernt und ist von dort nicht zu sehen. Der Aufzug kann nur von Mitarbeitern des Fundbüros mit einem Schlüssel betätigt werden, so dass man zuerst klingeln muss und warten, bis ein Mitarbeiter behilflich ist", wird in der Anfrage ausgeführt. 

Bei den halbjährlich stattfindenden Versteigerungen der nicht abgeholten Fundsachen würden beispielsweise Bekleidungsartikel, Elektrogeräte und Spielsachen nur in sehr großen Bündelungen, wie etwa 30 Paar Schuhe, 50 Ladekabel, 30 Plüschtiere, abgegeben. Die entsprechend großen Kartons oder Säcke könnten meist nur mit einem PKW abtransportiert werden. Finanziell weniger gut gestellte Münchner ohne Auto hätten hier kaum eine Chance. Außerdem sei fraglich, wer tatsächlich diese Mengen an ersteigerten Waren sinnvoll nutzen kann.

Daher wollen die Fraktionsmitglieder in ihrer Anfrage von OB Christian Ude wissen: 

Wann und inwieweit wurde zuletzt geprüft, ob es eine besser erreichbare Örtlichkeit für das Fundbüro gäbe – sowohl was die Erreichbarkeit des Hauses als auch des Stockwerks angeht?

Warum existieren keine deutlich sichtbaren Hinweisschilder auf den Aufzug für mobilitätseingeschränkte Besucher.

Wäre es möglich, den vorhandenen, aber nur mit Schlüssel zu betätigen - den Personal- und Lastenaufzug den Besuchern generell zugänglich zu machen?

Wie viel nimmt das Fundbüro jährlich durch die Versteigerungen der Fundsachen ein?

Wofür werden die Einnahmen verwendet?

Mit welchem Aufwand wäre es verbunden, die Versteige - rungsgegenstände in kleineren Mengen zu bündeln und damit „bürgerfreundlicher“ zu machen? 

 

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