An der Donnersbergerbrücke Arnulfsteg für Radler und Fußgänger vor dem Aus

Soll die Maxvorstadt mit der Schwanthalerhöhe verbinden: der Arnulfsteg östlich von der Donnersbergerbrücke. Foto: Simulation: Lang Hugger Rampp

Eine neue Brücke über die Bahntrasse – im zweiten Anlauf sollte es klappen: Doch die Kosten für den Arnulfsteg sind auf 26 Millionen gestiegen. Vielen im Stadtrat ist das zu teuer.

Maxvorstadt/Westend - Dieses Bauprojekt ist nun wahrlich nicht von Glück gesegnet: Im Sommer 2016 musste der Bau des Arnulfstegs auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Da hatte die beauftragte Baufirma kurz vor Baubeginn festgestellt, dass sie die für den Brückenschlag nötigen Stahlträger gar nicht fertigen kann. Und jetzt? Jetzt steht das Projekt ganz vor dem Aus.

Gut 26 Millionen Euro würde es nach neuesten Berechnungen wohl kosten, östlich der Donnersbergerbrücke eine Fußgänger- und Radlerbrücke über die Gleistrasse zu schlagen. Das sind noch einmal acht Millionen mehr als bei der ursprünglichen Planung vor zwei Jahren. Angesichts der vielen anderen Großausgaben erwägt die schwarz-rote Stadtregierung deshalb nun, auf den Arnulfsteg zu verzichten.

Arnulfsteg: Die Entscheidung fällt am Dienstag

Bei der SPD hält man eine Alternative zur nicht gerade fußgängerfreundlichen Donnersbergerbrücke zwar grundsätzlich für nötig. Die massive Kostensteigerung sieht man aber auch dort kritisch. Und auch die CSU will das Geld derzeit lieber in andere, nicht ganz so teure Radl-Projekte stecken.

Die Entscheidung fällt kommenden Dienstag. Bis dahin wollen sich die Regierungsfraktionen noch intern abstimmen. Sollte der Arnulfsteg doch beschlossen werden, müsste die Bahn wieder ein Zeitfenster benennen, in dem man die Stammstrecke nachts für die Bauarbeiten sperren kann.

Die AZ-App für Android und iOS

Android-App jetzt herunterladen iOS-App jetzt herunterladen!

 

2 Kommentare

Kommentieren

  1. null