Amtsgericht Droh-SMS an Chef: 2000 Euro Strafe!

Der Autosattler Thomas R. (29) vor dem Münchner Amtsgericht. Der Vorwurf: räuberische Erpressung. Foto: Torsten Huber

Chef schuldete Münchner Autosattler (29) noch 1200 Euro Lohn. Darum schickte er ihm eine SMS: "Dann komme ich morgen und haue dir aufs Maul!"

 

München - Großartig darüber nachgedacht hat Autosattler Thomas R. (29) nicht, als er in der Früh des 26. September 2012, gegen 6.30 Uhr, seinem Chef per SMS eine Nachricht aufs Handy schickt: „Bist du die Vertretung von M.? Dann komme ich morgen und haue dir aufs Maul. Wo sind meine 40000 Euro!“

Jetzt steht R. wegen räuberischer Erpressung vor dem Münchner Amtsgericht. Zur Begründung sagt er: „Ich wollte nur meinen Ärger loswerden. Einen Monatslohn über 1200 Euro habe ich bis heute nicht bekommen.“ Die 40000 Euro habe er nur so hingeschrieben.

Es sei nicht sein Ziel gewesen, den Ex-Chef, um diese Summe zu erpressen: „Ich habe mich auch entschuldigt.“ Der Chef habe die Anzeige noch zurücknehmen wollen. Das geht aber bei einer Straftat nicht. Das Verfahren wird eingestellt, wenn Thomas R. 2000 Euro an eine soziale Einrichtung zahlt.

 

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