Ammos Die neue Taverne im Griechen-Eck

„Wir sind beide Kinder der Gastronomie“, sagt Yiannis Pissiotis (M.) über sich und seinen Spezl Sakis Vogiatzis (r.), einen gelernten Koch. Foto: Petra Schramek

Untergiesing entwickelt sich zu Klein-Hellas. Mit dem „Ammos“ hat nun die dritte Taverne im Umkreis von wenigen hundert Metern aufgemacht. Die Wirte setzen auf eine einfache Karte, Mittelmeerstimmung – und einen Film.

Man muss sich schon ein wenig auskennen in der Filmgeschichte, um die Bilder an den Wänden als das zu erkennen, was sie sind: Aufnahmen aus dem Streifen „Alexis Sorbas“ von 1964. Drei Oscars hat der Film mit Anthony Quinn in der Titelrolle seinerzeit gewonnen, und wenn er nun in Dauerschleife im neuen „Ammos“ läuft, dann, weil er „die Lebenslust der Griechen zeigt“, wie Yiannis Pissiotis (37) sagt.

Er hat die Taverne Ende August mit seinem Partner Sakis Vogiatzis (36) in der ehemaligen Burg Pilgersheim in Untergiesing eröffnet. In unmittelbarer Nähe gab und gibt es zwar schon das „Lucullus“ und das „Likabitos“, doch das hat die beiden nicht abgeschreckt.

Sie arbeiten beide seit knapp 20 Jahren in der Gastronomie, ihre Eltern haben Restaurants geführt – und deren Eltern auch. „Wir müssen jetzt eben eine sehr gute Qualität anbieten zu einen sehr günstigen Preis“, sagt Yiannis Pissiotis.

Das sieht dann so aus, dass die meisten Gerichte im Ammos für unter 12 Euro zu haben sind. Die Karte enthält allerdings nur wenige Überraschungen, angeboten wird das, was man von einem Griechen erwartet.

Wir empfehlen als Vorspeise das Bougiourdi für 6,50 Euro, ein Schafskäse-Auflauf mit Brot, und den Gyros-Teller als Hauptgang für 9 Euro. Teurer sind vor allem die Garides, die Riesenscampi, für 19,50 Euro. Die offenen Weine aus Griechenland gibt es ab 3,50 Euro das Glas, die Paulaner-Halbe für mittlerweile günstige 3 Euro.

Doch zurück zur griechischen Lebenslust: Pissiotis und Vogiatzis haben ihr neues Lokal in ein freundliches Azurblau getaucht. An den Wänden hängen Fischernetze und ein Steuerrad. Wer das Ammos aufsucht, kann sich auch an den Seepferdchen erfreuen, die ein befreundeter Künstler an die Wände gepinselt hat. Dabei, beeilt sich Pissiotis zu betonen, heißt das griechische Wort „ammos“ gar nicht „Seepferdchen, sondern „Strandsand“. Und wenn das mal keine Urlaubsgefühle weckt...


Pilgersheimer Straße 60, tägl. 16 – 1 Uhr, Tel. 44488758

 

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