Am Wochenende wird es eng Ferienbeginn: So kommen Sie stressfrei durch den Stau

Die Staukarte des ADAC für die Sommer-Reisezeit: Besonders auf den Autobahnen vom Knotenpunkt München aus drohen lange Wartezeiten. Foto: ADAC, dpa

Mit Ferienbeginn droht auf den Straßen in und um Bayern Stillstand. Ein bisserl vorbeugen kann man trotzdem – die AZ erklärt Ihnen, wie Sie am besten planen.

München - Bedrohlich klingt es schon, wenn Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern über das kommende Wochenende spricht. "Uns steht das schlimmste Stauwochenende des ganzen Sommers bevor", so der verkehrspolitische Sprecher.

In Baden-Württemberg sind seit Donnerstag Sommerferien, am Montag folgt dann offiziell der Freistaat – die ersten werden also wahrscheinlich schon am Freitag in den Urlaub starten. Dazu kommen noch rund um München die Tagesausflügler.

Sommerferien in Bayern:  Aus München heraus droht der Mega-Stau

Das sorgt für reichlich Staustellen: Aus der Stadt heraus droht eigentlich überall Stillstand, prognostiziert die Staukarte des ADAC – auf der A92 Richtung Landshut, der A8 Richtung Salzburg und der A96 Richtung Lindau wird zudem noch gebaut. Zeitlich ist die Staugefahr laut ADAC freitags von 13 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr am größten.

Bei der Rückreise dürfte es an den Grenzübergängen zu Österreich brenzlig werden. Hier könnten bei der Ausreise aus Österreich Grenzkontrollen durchgeführt werden, insbesondere an den Übergängen Suben (A3 Lind-Passau, Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim). Wartezeit: im schlimmsten Fall bis zu einer Stunde, sagen die ADAC-Verkehrsexperten.

Doch verzweifeln sollten Urlauber deshalb nicht – sondern lieber versuchen, so gut wie möglich vorauszuplanen.

Erfahrungsgemäß sind das erste und zweite Ferienwochenende am staureichsten, danach gibt es noch einmal eine zweite Welle Ende August, Anfang September. Diesen Zeitraum nutzen viele Urlauber aus Bayern, weil viele andere Bundesländer dann keine Ferien mehr haben und Urlaubsangebote oft günstiger sind.

Wer kann, fährt am besten zwischen den Stau-Spitzen

Rudolf Vogler vom ADAC Südbayern empfiehlt daher allen, die den Reisetag flexibel gestalten können, eher im Zeitraum zwischen diesen beiden Stau-Spitzen zu fahren – und wenn möglich das Wochenende zu meiden. "Die stauärmsten Tage sind Dienstag oder Mittwoch", sagt er der AZ.

Wer doch am Wochenende fahren will oder muss, sollte entweder ganz früh am Morgen starten – also zwischen 3 und 4 Uhr – oder die Anreise auf den Nachmittag beziehungsweise in die Abendstunden verlegen.

Wer doch direkt in einen Stau hineinrollt, überlegt oft, von der Autobahn abzufahren. Doch das hat laut Vogler selten Sinn: "Nur bei einer Vollsperrung – also wenn ich sehe, hier geht in der nächsten Stunde gar nichts mehr – würde ich das empfehlen.“" Noch besser sei es, in dieser Zeit einfach eine Pause zu machen.

Da viele ein Navigationsgerät hätten, das allen die gleiche Umleitung empfiehlt, drohe beim Abfahren die Gefahr, dass man "vom Stau in den Stau" geraten könne. Und, auch wenn es besonders bei langer Wartezeit und Hitze schwer fällt: Menschen außerhalb von Autos haben auch bei Stau auf der Autobahn nichts zu suchen.

Vignette für Österreich digital kaufen - das spart Zeit

Damit für die Reisenden nach Österreich zumindest der Kauf der Autobahn-Vignette etwas stressfreier verläuft, kann man diese ab sofort auch digital kaufen – entweder in den ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros oder auf www.asfinag.at. Man registriert sich, bezahlt und das Kennzeichen wird automatisch erkannt.

Beim ADAC-Kauf ist sie sofort gültig, beim Kauf über die Asfinag muss das Rücktrittsrecht beachtet werden – sie ist also erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig. Das sollte man bei der Planung berücksichtigen. Die digitale Vignette ist kennzeichengebunden, es gelten die gleichen Zeiträume (zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr) und die gleichen Kosten.

 

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