Am Samstag im Olympiapark So gigantisch wird das "Sommernachtstraum"-Feuerwerk

Flieder-Feuerwerk: die Pyrotechniker Simone Franciosi, Andrea Scarpiato und Thomas Jorhann (v.r.) vor einem der Türme. Foto: Petra Schramek

Noch mehr Spektakel, näher am Publikum: Die Feuerwerkshow im Olympiapark versucht sich heuer sogar am Zahlenmalen.

München - Bisher gibt es das monströs-bombastische Feuerwerk nur in den Köpfen einiger Menschen – und auf dem Computer. Weil der Höhepunkt der Veranstaltung „Sommernachtstraum“ im Olympiapark am Samstag nämlich an sich sehr diffizil ist, wird er mit einer Software geplant – schließlich soll es nicht nur pfeifen und Funken sprühen, sondern Funkengemälde in den Himmel malen, synchron zu klassischer und zeitgenössischer Musik.

10.000 Einzelzündungen wird es geben, 35 Minuten lang wird das 100.000-Euro-Licht-Knall-Musik-Hitze-Farbe-Gesamtkunstwerk des italienisch-maltesischen Unternehmens „Pyro Emotions“ den Raum über dem Olympiasee erfüllen.

Es soll Emotionen wecken – und keine Augenbrauen verbrennen

Wieder haben die Veranstalter noch mehr Superlative rangeschafft als im vergangenen Jahr: „Der Aufbau ist größer als jemals vorher“, sagt der parkeigene Pyrotechniker Thomas Jorhann. „Jeder Platz ist in diesem Jahr ein guter Platz, es gibt volle Sicht für jeden. Außerdem ist das Feuerwerk so nah am Publikum, wie noch nie.“  Aber keine Sorge: alles per GPS ausgemessen und im Rahmen der Sicherheitsvorschriften. Schließlich sollen Emotionen geweckt und keine Augenbrauen verbrannt werden.

64 Pyro-Plattformen im See

64 Pyro-Plattformen stehen im See – so viele wie noch nie. Auf einer steht eine Flammenanlage mit beweglichem Feuer. Zwei große Türme sind auch da, jeweils mit einer 360-Grad-Effekt-Anlage. 2.400 sogenannte Kugelbomben warten am Olympiaberg auf ihren Einsatz, Feuertöpfe und Kometen sind natürlich auch aufgebaut. Bis zu 30 Meter hoch gehen einige Leuchtschüsse, manche werden durch die Luft spiralen.

Einen Countdown mit Zahlen aus Pyrotechnik am nachtdunklen Himmel soll es auch geben – „Wir versuchen das“, sagt Thomas Jorhann. „Es ist ein bisschen Risiko dabei, die Winkel müssen stimmen und es darf nicht zu windig sein.“

Der Sommernachtstraum (Beginn: 16 Uhr, Karten ab 29 Euro) ist aber nicht nur die Feuerwerksshow (22 Uhr), sondern auch: Musik auf drei Bühnen, ein Steg in den See, Kunst auf der Halbinsel, Lichtinstallationen an den Bäumen – und, nunja: nochmal Feuerwerk (16 & 18 Uhr, Olympiaberg). Falls jemand Sorge hat, 35 Minuten seien zu kurz.


Das Feuerwerk gratis schauen

Das ganze Feuerwerk sieht man nur, wenn man zahlt. Ein bisserl Feuerwerk gibt's aber am Walther-Bathe-Weg beziehungsweise auf der dortigen Brücke bei der BMW-Welt zu sehen, an der Heideckstraße, Ecke Dachauer Straße, auf dem Platz vor dem Olympia-Eissportzentrum und in der Nähe der Olympia-Alm.

 

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