Am Promenadeplatz "Jacko" bekommt Besuch vom Affen

Hier sitzen jetzt Affen. Das Kunstwerk soll bis Ende September bleiben. Foto: Nina Job

Neben dem Michael-Jackson-Memorial vor dem Bayerischen Hof hat jetzt ein Künstler ein zweites Monument zu einem Schrein umfunktioniert - in Absprache mit der Stadt.

Die Rede ist von dem nächsten Monument auf dem Promenadeplatz, das für Kurfürst Max Emanuel. Der englische Künstler David Shrigley hat es - in Absprache mit dem Kulturreferat der Stadt - in einen Schrein umdekoriert. Dahinter steht das Projekt "A Space Called Public", das Kunst münchenweit im öffentlichen Raum inszenieren soll.

So sieht's an dem Denkmal von Max Emanuel jetzt aus: Shrigley hat die zweite Säule dem ehemaligen Lieblings-Haustier von Michael Jackson gewidmet: dem Affen Bubbles. Der lebt angeblich seit dem Tod des "King of Pop" in einem Tierheim. Jetzt wurde ihm also ein eigener Schrein neben dem Jackson-Memorial eingerichtet.

"Der Künstler möchte damit einen ironischen Kommentar zum Guerilla-Monument setzten", sagt die Leiterin des Kunstprojekts Eva-Christina Kraus. Die konzeptuelle Intervention solle Fragen aufwerfen: Was ist ein Monument in der heutigen Zeit? Wem wird heutzutage ein Monument gewidmet? "Das Michael-Jackson-Denkmal wird geduldet, nun wird sich zeigen, ob auch das neue Bubbles-Monument toleriert wird", so Kraus zu der Idee der Inszenierung.

Aktuell hat die Stadt zugestimmt. Bis zum 30. September soll das Kunstwerk von Shrigley am Promenadeplatz stehen bleiben. Danach muss der Künstler samt Affen die Stelle räumen.

Mehr Infos zu dem Projekt und den Künstlern unter www.aspacecalledpublic.de.

 

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