Am Osterwochenende Taucher stirbt im Starnberger See - Kripo ermittelt

Rettungkräfte am Ufer des Starnberger Sees. Dort verunglückte am Karsamstag ein Taucher. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Foto: DLRG Pöcking-Starnberg/az

Ein Taucher ist im Starnberger See nahe der Steilwand bei Allmannshausen ums Leben gekommen. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Allmannshausen - Im Starnberger See ist es zu einem tödlichen Tauchunglück gekommen. Wie die Polizei mitteilt, entdeckten Spaziergänger am Ostufer des Starnberger Sees, südlich der Seeburg bei Allmannshausen, gegen 18.30 Uhr eine leblose Person im Wasser. Sie alarmierten die Rettungskräfte.

Spaziergänger sah Toten im Wasser treiben

Die Wasserwacht Ammerland barg den Taucher. Reanimationsversuche seien jedoch erfolglos geblieben, der eintreffende Notarzt habe nur noch den Tod des Tauchers feststellen können, berichtet das DLRG Starnberg. Einsatztaucher der Wasserwacht Tutzing bargen noch die Ausrüstung des Tauchers aus dem See.

Der Mann ist nach Angaben der Polizei 50 Jahre alt. Er war, so die ersten Ermittlungen der Kripo, allein auf Tauchgang und trieb offenbar schon länger an der Wasseroberfläche. Das ergab die Auswertung seines Tauchcomputers.

Demnach ging der 50-Jährige gegen 17 Uhr ins Wasser und tauchte nur wenige Minuten später aus einer Tiefe von etwa 30 Metern relativ schnell wieder auf. Die genauen Umstände des Todes sind bislang noch unklar.

Im Schnitt ein toter Taucher pro Jahr

Immer wieder kommt es zu dramatischen Tauchunfällen an dieser Stelle im Starnberger See. "Im Durchschnitt haben wir dort einen Todesfall pro Jahr - oder zumindest einen besonders schweren Unfall", sagte DLRG-Sprecher Walter Kohlenz der AZ. "Es ist eine besonders interessante Stelle für Taucher, weil dort eine steil abfallende Felswand ist." Rund 60 bis 80 Meter ist der See dort tief, ganz in der Nähe befindet sich mit 128 Metern die tiefste Stelle des Sees.

 

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