Am Frauenplatz Feuer im Maredo: Küche komplett zerstört

, aktualisiert am 06.07.2016 - 17:16 Uhr
Überall Rauch: Feuerwehrkräfte löschen am Dienstagabend den Brand im "Maredo", der in der Küche angefangen hat. Foto: Feuerwehr München

Nach Betriebsschluss gerät ein Grill in Brand. Das Feuer greift auf die Einrichtung über. Ein   Jungkoch (21) wird leicht verletzt. Schaden: etwa 100 000 Euro.

 

München - Die Gäste waren schon gegangen, die Angestellten freuten sich auf den Feierabend. Nur aufgeräumt und geputzt werden musste noch – da brach am Dienstagabend im Maredo am Frauenplatz ein heftiges Feuer aus. Die Flammen zerstörten die komplette Küche des Steak-Restaurants in der Altstadt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 100 000 Euro.

Gegen 22 Uhr war ein Jungkoch (21) damit beschäftigt, den Grill in der Küche mit einem fettlösenden Reiniger und Wasser zu putzen. Dabei geriet der Grill plötzlich in Brand. Das Feuer griff rasch auf die ganze Küche über. "Da stand alles lichterloh in Flammen", sagte ein Feuerwehrmann zur AZ.

Der junge Koch versuchte zuerst noch, selbst zu löschen. Er verletzte sich dabei an den Händen. Seine Kollegen alarmierten die Feuerwehr. Die Profis hatten den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle. Weitere Verletzte gab es nicht.

Bauliche Brandschutzmaßnahmen verhinderten, dass sich das Feuer in die darüberliegenden Stockwerke ausbreiten konnte. Trotzdem kontrollierte die Feuerwehr zur Sicherheit alle Abluft- und Absaugleitungen aus dem Lokal, teilweise bis ins fünfte Obergeschoss.

Nach AZ-Informationen war das Restaurant zuletzt im April vor zwei Jahren einer sogenannten "Feuerbeschau" unterzogen worden. Dabei wird geprüft, ob alle Vorschriften zum vorbeugenden Brandschutz eingehalten werden. Wolfgang Klemm, Leiter der Feuerbeschau: "2014 wurden keine Mängel festgestellt."

In München sind rund 60 000 Gebäude "feuerbeschaupflichtig". Restaurants, Hotels und Hochhäuser müssen alle drei Jahre geprüft werden. Aber auch die Betreiber und Bediensteten müssen dafür Sorge tragen, dass die Feuergefahr gering bleibt.

Als Risiko in Gaststätten gelten Dunstabzugshauben, in denen sich viel Fett und Staub ansammeln kann. "Sie müssen regelmäßig gewechselt werden", sagt Klemm. Sonst können sie leicht in Brand geraten.

Was im Maredo die genaue Ursache war, ermittelt nun die Polizei. Das Restaurant musste auf noch unbestimmte Zeit geschlossen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

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