Am Flughafen München Araber legt 55.000 Euro Strafe in bar auf den Tisch

Der Araber zahlte ohne Umschweife die fällige Summe von 55.570 Euro bei der Bundespolizei ein (Symbolbild). Foto: imago, Bundespolizei

Ein Geschäftsmann aus Abu Dhabi hat am Flughafen nach seiner Festnahme eine fällige Geldstrafe in Höhe von 55.570 Euro gezahlt - in bar. Der Mann war wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrens trotz Fahrverbots verurteilt worden.

München - Weil er ohne gültige Fahrerlaubnis im Juli letzten Jahres am Tegernsee unterwegs war und dabei auch noch beim Abbiegen einen Rollerfahrer angefahren und verletzt hatte, war der 47-Jährige aus Abu Dhabi zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 1.000 Euro verurteilt worden. Auch das ist schon bemerkenswert, da sich die Höhe eines Tagessatzes nach dem Tageseinkommen richtet. Der Geschäftsmann verdient also über 1.000 Euro am Tag.

Das Urteil allerdings schien den Mann nicht zu interessieren, er blieb die Summe schuldig, lediglich 4.500 Euro hatte er zur Sicherung des Strafverfahrens bereits bezahlt. Die Staatsanwaltschaft München II schrieb den Geschäftsmann deswegen im April zur Festnahme aus.

55.570 Euro in bar auf der Polizeiwache eingezahlt

Als der Araber nun am Dienstag bei seiner Einreise aus seinem Geburtsemirat am Münchner Flughafen durch die Passkontrolle lief, fiel den Beamten der Bundespolizei die Fahndungsnotiz auf. Sie nahmen den Mann fest.

Auf der Wache auf die Geldstrafe plus 70 Euro Verfahrenskosten angesprochen, zahlte der 47-Jährige ohne Umschweife die fällige Summe (55.570 Euro) ein - in bar wohlgemerkt. Damit war der erste Teil seiner Strafe beglichen. Der zweite Teil schmerzte den Verkehrsrowdy allerdings deutlich mehr als das Geld: Er musste auch seinen Führerschein abgeben.

Anschließend durfte der 47-Jährige die Wache als freier Mann verlassen und konnte seine Reise fortsetzten. Sein Ziel? Der Tegernsee...

 

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