Am 160. Geburtstag Weißwurst-Zoff: München vs. Niederbayern

Das Münchner Traditionslokal Donisl sollte die Jubiläums-Feier ursprünglich beherbergen. Foto: Daniel von Loeper

Am Geburtstag der Weißwurst gibt es Streit zwischen der Münchner Metzger-Innung und deren niederbayerischem Pendant. Keiner der Beteiligten will schuld sein, doch eine Lösung ist wohl in Sicht.

München - Riesenzoff um die Weißwurst an ihrem 160. Geburtstag. 

Am Mittwoch feiert das bayerische Nationalgericht sein Jubiläum. Zu diesem Anlass wollte die niederbayerische Metzgerinnung Arber Land, laut dem Münchner Merkur, gemeinsam mit ihren Münchner Kollegen im Traditionslokal Donisl das 160-jährige Bestehen der Weißwurst feiern.

Eine Veranstaltung rund ums "Kulturgut Weißwurst" wollten die Niederbayern organisieren. Die niederbayerische Metzger-Innung wollten den 22. Februar als "Tag der Weißwurst" deklarieren und hätten dafür auch die Weißwurstkönigin geschickt.

Doch vom Donisl wurde den Niederbayern mitgeteilt, "dass eine Durchmischung der Regionen" beim Thema Weißwurst nicht erwünscht sei, erklärte Obermeister Stefan Einsle dem Merkur.

Auf Seiten des Donisls will man nichts von der Absage an die niederbayerischen Kollegen wissen. Es sei viel gesprochen worden, genaues wisse man nicht mehr, jedoch habe er nie gesagt, dass die Niederbayern nicht dabei sein sollen, sagte Donisl-Wirt Karlheinz Reindl.

Auch Andreas Gaßner, Obermeister der Münchner Metzger-Innung entschuldigte sich bei seinen Kollegen aus dem Bayerischen Wald: "Wo der Pfennig geschlagen wird, ist er nichts wert." 

Eine Feier zum 160-jährigen Jubiläum der Weißwurst soll es am heutigen Geburtstag in München gar nicht geben. Aber eine Lösung des Problems ist wohl in Sicht: Ein runder Tisch - inklusive Niederbayern - soll nun über einen gemeinsamen Feier-Termin im Frühjahr entscheiden.

 

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