Altstadt Was passiert mit dem Jacko-Denkmal?

Echte Fans: Die Michael-Jackson-Anhänger wollen, dass das improvisierte Denkmal gegenüber vom Bayerischen Hof erhalten bleibt. Auch in einer Bürgerversammlung haben sich die Einwohner für den Erhalt ausgesprochen. Foto: AZ

"The Jacksons" treten in der Olympiahalle in München auf. Fans sorgen sich um die Zukunft des Memorials in Gedenken an den "King of Pop".

 

Altstadt - Offiziell hat sie nur den Status eines "Memorials": Die Michael-Jackson-Gedenkstätte gegenüber vom Hotel Bayerischer Hof.

Aber in den Herzen der Fans ist sie wie ein echtes Denkmal. Und münchenweit hat diese Jacko-Gedenkstätte, zu der fast täglich Fans pilgern, inzwischen Kultstatus. 

Eine Statue des Komponisten Orlando di Lasso hatten Fans am Tag nach dem Tod ihres Idols mit Blumen, Stofftieren, Engelchen und Herzen zum Michael-Jackson-Memorial umdekoriert.

Am heutigen Dienstag sind die Michael-Jackson-Anhänger in Wartestellung: Am Abend in der Olympiahalle geben seine Brüder alias The Jacksons auf ihrer „Unity“-Tour das einzige Konzert in Deutschland.

Im Bayerischen Hof, gegenüber des Memorials, ist man gespannt, was heute Abend passiert.

Eine Sprecherin des Hotels zur AZ: "Wir wissen nicht, was die Fans geplant haben. Sie organisieren das alles eigenständig." Mit einem Treffen der Fans oder zumindest dem ein oder anderen Pilgerer, der anlässlich des Konzerts in der Olympiahalle eine Blume oder ein Foto in Gedenken an den geliebten Sänger ablegt, ist jedoch zu rechnen.

Denn sie sind nicht vergessen, die München-Besuche von Michael Jackson Ende der 1990er-Jahre. Schon gar nicht die Szene, als Jacko am Fenster vom Bayerischen Hof seinen Fans zuwinkte.

Doch die Jacko-Anhänger sorgen sich: Ist die Genkenkstätte in Gefahr - oder darf das improvisierte Denkmal für die Dauer bleiben? 

In einer Bürgerversammlung im November 2012 hatten sich die Einwohner mehrheitlich dafür ausgeprochen, dass das Memorial erhalten bleibt. Der Versammlung war eine Empfehlung einer Münchner Bürgerin vorausgegangen. Sie hatte argumentiert, dass die Gedenkstätte das Ansehen Münchens weltweit wahrt. Das Memorial sei ein Besuchermagnet für Touristen.

Die Verwaltung hat die Angelegenheit nun überprüft. Das Baureferat verweist dabei in erster Linie auf das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Denn das Orlando-di-Lasso-Denkmal gehört dem Freistaat. Dort will man sich noch nicht endgültig festlegen.

Das Staatsministeriums hat dazu - in etwas komplizierter Behördensprache -  mitgeteilt: "Da nach wie vor neben kleineren witterungsbedingten Schäden keine durch das Michael-Jackson-Memorial verursachten Schäden am Orlandi-di-Lasso-Denkmal erkennbar sind, wird das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Michael-Jackson-Memorial zumindest bis zu den routinemäßigen restauratorischen Arbeiten am Orlando-di-Lasso-Denkmal, die ein Einrüsten des Denkmals erforderlich machen, dulden."

Ende offen: "Eine Entscheidung, wie es danach weitergeht, wurde noch nicht getroffen."

Jetzt will sich der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel in seiner nächsten Sitzung am 21. März mit dem Michael-Jackson-Memorial befassen.

 

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