Altstadt Im Gleis: Pfandsammler schlägt um sich

Ein 62-jähriger Pfandflaschensammler, der auf den Gleisen im Münchner Hauptbahnhof umherlief, hat sich mit Schlägen gegen seine Retter gewehrt.

 

München - Ein Zugbegleiter hatte den italienischen Staatsbürger beobachtet, wie er am Freitag gegen 14:35 Uhr im Gleis 28 nach weggeworfenen Pfandflaschen suchte. Der Bahnmitarbeiter alarmierte sofort die Bundespolizei. Doch als die herbeigerufene Streife den 62-Jährigen aus dem Gefahrbereich holte, zeigte sich dieser nicht nur uneinsichtig, sondern auch aggressiv. Auf dem Weg zur Identitätsfeststellung zur nahen Wache versuchte der Mann einem Bundespolizisten mit der Faust ins Gesicht zu schlagen.

Als er aufgrund dieses Angriffs gefesselt werden sollte, wehrte sich der in Moosburg an der Isar wohnhafte Italiener heftig. Auf dem weiteren Weg zur Dienststelle versuchte er einer Beamtin einen Kopfstoß zu versetzen. Den leichtsinnigen und zornigen Pfandflaschensammler erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung.

Warnhinweis der Bundespolizei: Das Betreten der Gleise ist grundsätzlich verboten und stellt zunächst eine Ordnungswidrigkeit dar. Wer dabei eine konkrete Gefährdung verursacht, muss damit rechnen, dass die Tat als „Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr“ strafrechtlich geahndet wird. Sollten Gegenstände ins Gleis gefallen sein, muss immer das Bahnpersonal informiert werden. Ein eigenständiges Betreten der Gleise ist nicht nur verboten, man gefährdet auch immer die eigene Gesundheit – oder gar das Leben.

 

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