Alternative zum Skifahren Neuer Trendsport: Schneeschuhwandern

Frei und unberührt. So schön ist die Natur! Foto: Walter Wolfenstetter

Wer einmal keine Lust auf Skifahren hat, kann es auch einmal mit einem immer beliebter werdenden Trend versuchen: dem Schneeschuhwandern.

München - Das Besondere am Schneeschuhwandern ist seine ausgesprochene Leichtigkeit. Jeder der Laufen kann, der kann auch Schneeschuhwandern gehen, so heißt es zumindest. Daher benutzen die Menschen Schneeschuhe bereits seit mehreren tausend Jahren, um sich in der kalten Jahreszeit fortzubewegen und nicht im tiefen Schnee zu versinken.

Das Wandern auf der kalten Schneedecke ist ab einer Schneehöhe von circa 15 Zentimetern möglich. Dabei ist es egal ob Pulverschnee oder verharschte Schneeschickt, ob flaches oder doch eher steileres Gelände – gewandert werden kann auf allem, was das gefrorene Herz begehrt.

Um auf Schneeschuhen zu laufen, ist keine gesonderte Schulung nötig. Es ist lediglich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Trend zum Schneeschuhwandern resultiert wohl als Gegenpol zu dem hektischen Skibetrieb auf den vollen Pisten.

Einsamkeit, Ruhe und Ausgleich finden die Wanderer auf Ihren Routen durch ein weites weißes und unberührtes Winterparadies. Die Kraft der Natur ist hier deutlich spürbar.

Am schönsten lassen sich die Wanderungen in kleinen Gruppen und mit einem professionellen Tourleiter genießen. So wird sichergestellt, dass nicht nur eine besonders schöne Strecke gewählt wird, sondern auch, dass sich die Route abseits von Gebieten befindet, die beispielsweise Lawinengefahr aufweisen. Auch die Gefahr des „Verlaufens“ wird durch eine Führung minimiert. Diese darf innerhalb der weiten weißen Landschaft nicht unterschätzt werden, da die Wege hier regelmäßig völlig zugeschneit sind.

Wenn Sie sich selbst auch einmal am Schneeschuhwandern versuchen wollen, sollten Sie daher darauf achten, sich nach Möglichkeit einen Führer zu beschaffen. Falls Sie dennoch alleine durch die verschneite Landschaft wandern möchten, sollten Sie sich zuvor über die Ruhezonen, Futterzonen und Wege informieren, die sich in Ihrer angezielten Wanderregion befinden.

Es ist wichtig bei der Planung der Route Futterstellen zu umgehen und die Ruhezonen und Schutzgebiete der Wildtiere zu respektieren. Achten Sie auch darauf sensible Gebiete zu meiden und nutzen Sie für Schneeschuhläufer markierte Wege. Unnötiger Lärm ist ebenfalls unerwünscht, da sich hier Tiere und andere Wanderer gestört fühlen.

Schneeschuhwandern mit Führung - Walter Wolfenstetter stellt seine Welt vor

Für die ersten Versuche mit Schneeschuhen eignen sich am besten die Bayerischen Voralpen und die Chiemgauer Alpen. Dies liegt an den relativ niedrigen Gipfelhöhen, die sich in der Regel alle unter der 2000 Metergrenze befinden, und an dem gut begehbaren Gelände. Für mögliche Einstiegstouren eignen sich daher zum Beispiel auch der Simetsberg im Estergebirge und der Schildenstein in den Tegernseer Bergen. Profis die ein wenig höher hinausmöchten können sich dagegen beispielsweise an der Pleisenspitze versuchen.

Vollwertiges am Skitag: Gut gestärkt geht's die Piste runter

In Reit im Winkel, im schönen Chiemgau, bietet der gelernte Skilehrer Walter Wolfenstetter schon seit einigen Jahren Schneeschuhwanderungen für interessierte Besucher an. Seine Schneeschuhe besitzt er jedoch schon viel länger. Auf die Idee, dass er mit Besuchern Schneeschuhwanderungen durchführen könnte, kam er allerdings erst, nachdem ihn immer wieder Wünsche bezüglich Schneeschuhwanderungen durch Skischulbesucher erreichten. Letztlich machte er 2011 sogar eine Ausbildung hierzu beim Tiroler Bergverband und lies sich zertifizieren.

In seinem Programm achtet Walter Wolfenstetter auf ein ausgewogenes Konzept. Ob für Einsteiger, Fortgeschrittene, Genießer oder Leute, die sich einfach gerne überraschen lassen – Walter Wolfenstetter geht auf jeden ein. Dabei gibt er allerdings zu bedenken, dass ein jede Strecke auch tagesabhängig ist. „Wenn es jetzt die ganze Nacht über durchschneit, dann ist die gleiche Strecke natürlich schwieriger zu begehen, als noch am Tag zuvor, wo es noch nicht so verschneit war“, gibt er zu bedenken. Deshalb nimmt er auch die Verantwortung, die er für seine Schützlinge während der Wanderung übernimmt, ausgesprochen ernst.

Neben dem Aspekt des Schneeschuhwanderns ist Walter Wolfenstetter auch der Naturaspekt beim Wandern ein Anliegen. Er bezeichnet seine Touren daher oftmals auch als „Naturkunde Exkursionen“. Das schönste dabei ist die Wandlungsfähigkeit dieser. Ob Fuchs oder Dachsspuren im Schnee oder der unterschiedliche Geruch von verschiedenen Hölzern, Schneeschuhwandern ist für ihn ein Erlebnis, welches sich mit allen Sinnen zu genießen lohnt. Bei seinen Wanderungen sind daher auch schon Kinder ab zwölf Jahren herzlich willkommen, um mit ihm zusammen die schöne Landschaft in ihrer ganzen Pracht zu bewundern und sie verstehen zu lernen.

Weitere Informationen zu den Touren finden Sie unter: http://www.reitimwinkl.de/winterurlaub/bergwanderfuehrer

 

0 Kommentare