Allgäu 500 Klausen sorgen für schauriges Spektakel

Kein Nikolaus ohne Krampus. In sonthofen zogen mehr als 500 solcher Gestalten durch die Stadt. (Archivbild) Foto: Martha Schlüter

Schauriges Spektakel: In Sonthofen im Oberallgäu sind am Samstag wieder Klausen, Bärbele, Krampusse und Perchten durch die Straßen getobt und haben tausende Zuschauer angelockt.

 

Sonthofen –  Rund 500 der verkleideten Vorweihnachtsfiguren kamen aus dem gesamten Alpenraum zusammen und zogen mit Fackeln und lautem Getöse durch die Stadt. Die wilden Gestalten mit ihren zotteligen Fratzen, Fellen, Glocken und Rasseln wollen an die alten Bräuche der vorweihnachtlichen Zeit erinnern.

Der Klausenverein Sonthofen hat das große Klausentreiben zu seinem 35-jährigen Bestehen veranstaltet. Eigenen Angaben zufolge will er damit die Entwicklung und die regionalen Unterschiede des Brauchtums wach halten.

Das Treiben der Klausen gehört im Allgäu von jeher für Einheimische und Gäste zum vorweihnachtlichen Jahresreigen. Unterschiedliche Ausprägungen dieses Brauchs, der aus heidnischer Zeit stammt, haben sich bis heute im Alpenraum gehalten.

Beim Umzug in Sonthofen wurden sie den Besuchern vorgestellt. In vielen Orten ziehen die als furchteinflößende Gesellen verkleideten und vermummten Burschen an den Abenden des 5. oder 6. Dezember mit ihren Ruten durch die Straßen, um mit viel Getöse die bösen Geister und Dämone zu vertreiben. Sie umhüllen sich mit Fellen und tragen Masken mit Geweihen oder Hörnern.

 

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