"Alle Titel gewinnen, die man gewinnen kann" James und Müller: Die Triple-Ansage der Bayern

Wollen noch oft gemeinsam jubeln: Thomas Müller und James Rodríguez. Foto: imago/Philippe Ruiz

Beste Mia-san-mia-Mentalität: Thomas Müller und James geben sich im Trainingslager der Bayern selbstbewusst. "Wir haben Topspieler, also dürfen wir vom Triple träumen. Warum auch nicht?"

Erst das Triple, dann die Weltmeisterschaft - da waren sich Thomas Müller und James Rodríguez einig.

Die beiden Stars des FC Bayern, die jeweils schon ganz besondere WM-Geschichten geschrieben haben, sprachen offen und selbstbewusst über den Dreifach-Triumph, den die Bayern nach 2013 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte anstreben.

"Wir haben die höchsten Ziele", sagte Müller, der einige Minuten vor James im Konferenzraum des noblen Mövenpick-Hotels "Al Aziziyah" Platz nahm. "Ich will alle Titel gewinnen, die man gewinnen kann, in allen Wettbewerben wollen wir eine Rolle spielen."

Die Triple-Ansage des Kapitäns - die kurz darauf von seinem kolumbianischen Kollegen James unterstrichen wurde. "Das Team kann alles erreichen, ich will alles erreichen", sagte der 26-Jährige: "Wir haben Topspieler, also dürfen wir vom Triple träumen. Warum auch nicht?"

Keine Frage: Das Selbstvertrauen ist zurück beim FC Bayern nach einem verkorksten Saisonstart und der Entlassung von Coach Carlo Ancelotti.

Nachfolger Jupp Heynckes hat das Gefühl, jeden Gegner schlagen zu können, zum Leben erweckt. Exemplarisch ist der Aufschwung in der zweiten Hälfte der Hinrunde an James und Müller festzumachen. Von Ancelotti als Wunschspieler geholt, zeigte James seine großen Qualitäten erst unter Heynckes richtig. Der Trainer zog den Kolumbianer ein Stück weiter zurück, damit James im zentralen Mittelfeld das Spiel dirigieren kann. "Ich bin jetzt mehr im Rhythmus, deshalb spiele ich besser", erklärte James - und lobte Heynckes' menschliche Art: "Er redet sehr viel mit uns Spielern. Man fühlt sich bei ihm gut aufgenommen, er ist uns sehr nah."

Mit dem Deutsch hapert es bei James noch, doch der Linksfuß, der so präzise Flanken schlagen kann wie kein anderer Spieler im Team, ist in München angekommen. Er fühlt sich sogar so wohl, dass er gar nicht mehr weg will. "Ich bleibe beim FC Bayern. Ich bin hier glücklich und denke an nichts anderes", sagte er.

Zuletzt war über eine vorzeitige Rückkehr zu Real Madrid spekuliert worden. Bis 2019 ist James von den Königlichen ausgeliehen. Für den Anschluss besitzt Bayern eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro.

Aktuell spricht viel dafür, dass James länger bei Bayern spielt. Das gilt natürlich auch für Müller, der in der Hinrunde lange mit einem Muskelfaserriss ausfiel - und deshalb auf nur vier Tore und sechs Vorlagen kam. "Klar will ich in diesem Jahr auch mehr Tore schießen", erklärte Müller auf AZ -Nachfrage. "Aber es geht vor allem darum, dass ich gute Sachen fürs Team mache." Im Kampf um den Champions-League-Sieg hat der 28-Jährige vor allem drei Teams als Konkurrenten ausgemacht. "Paris Saint-Germain hat in der Offensive gut funktioniert, Manchester City hat als Mannschaft einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und Real Madrid hat in den vergangenen beiden Spielzeiten dominiert", sagte Müller - betonte aber: "In zwei Spielen ist auf diesem Topniveau alles möglich." Also auch der ganz große Triumph für die Bayern.

Danach geht's zur WM, zum speziellen Turnier für Müller und James. Der deutsche Offensivstar wurde 2010 Torschützenkönig, steht insgesamt schon bei zehn WM-Treffern. James holte sich 2014 die persönliche Auszeichnung (sechs Tore). "Ich würde Deutschland gern noch ein bisschen aus dem Weg gehen", sagte James auf AZ -Nachfrage: "Das Team ist sehr stark. Es wäre besser, Deutschland erst im Halbfinale zu begegnen." Das wäre tatsächlich ein feines Duell.

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