Alkohol und Drogen Pete Doherty: Offener Brief aus Entzugsklinik

Pete Doherty im März 2014 bei einem Konzert der Babyshambles in London Foto: Joel Ryan/Invision/AP

"Es gibt einen Ausweg", ruft ausgerechnet Pete Doherty allen Drogensüchtigen zu. Der englische Sänger kämpfte selbst jahrelang mit seiner Sucht, ist nun aber offenbar auf dem besten Weg, clean zu werden.

 

Bangkok - Auf dem Weg in ein neues Leben? Der britische Musiker Pete Doherty (35, The Libertines, Babyshambles), der in den letzten Jahren immer wieder durch schwere Alkohol- und Drogen-Eskapaden auf sich aufmerksam machte, befindet sich seit über einem Monat in einer Entzugsklinik in Thailand. Nach diversen gescheiterten Therapien scheint es ihm nun tatsächlich ernst zu sein: Doherty will clean werden und vor allem bleiben. In einem offenen Brief, den die britische Zeitung "The Independent" abdruckte, schreibt er: "Jetzt, nach mehr als zehn Jahren, merke ich, wie sehr mich die Drogen verwirrt haben."

Derzeit befinde er sich im Hope Rehab Centre in der thailändischen Stadt Si Racha und absolviere dort eine Zwölf-Stufen-Therapie. "Es ist ein sehr friedlicher Ort und voll mit Menschen, denen ich vertrauen kann." In der Vergangenheit habe er Entzugseinrichtungen nur widerwillig oder auf gerichtliche Anordnung hin besucht. "Aber ich wollte nie clean werden. Jetzt ist das erste Mal, das ich mir denke: 'Ich muss das machen'." Sein bisheriger Lebensstil habe ihn um ein Haar in den Tod geführt. "Wenn ich keine Hilfe bekommen hätte, wäre der nächste logische Schritt für mich gewesen, mich umzubringen. Ich war wirklich im Endstadium."

Nun möchte Doherty nicht nur sich selbst helfen. Zwar sei die Therapie im Hope Rehab Centre im Vergleich zu anderen Einrichtungen nicht teuer, doch viele Junkies hätten nun mal überhaupt kein Geld. Deshalb wolle er, sobald er den Entzug erfolgreich abgeschlossen habe, wieder auf die Bühne zurückkehren um "Geld für diejenigen zu sammeln, die wirklich clean werden möchten und diese Behandlung benötigen".

Dass Doherty tatsächlich auf dem Weg der Besserung zu sein scheint, bestätigte auch sein Libertines-Bandkollege Carl Barat vor einigen Tagen: "Er verhält sich toll. Der Entzug hat ihn um zehn Jahre jünger gemacht. Ich muss mich echt zwicken. Das scheint eine gute Zeit zu sein", sagte er "NME.com".

 

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