Aktion zur Novemberrevolution Kurt-Eisner-Platz: Neues Straßenschild am Rathaus

Das angebrachte Straßenschild am Rathaus. Rechts: Bayerns erster Ministerpräsident Kurt Eisner. Foto: Werner Bachmeier/dpa/AZ

Der Verein "Das andere Bayern" hat mit einer Aktion in der Münchner Innenstadt auf den Tod von Kurt Eisner aufmerksam gemacht. Ihre Forderung: Der Marienhof soll künftig den Namen des ersten bayerischen Ministerpräsidenten tragen.

 

München - Täuschend echt sieht das Straßenschild aus, das der Verein "Das andere Bayern" am Donnerstagabend am Rathaus angebracht hat: "Kurt-Eisner-Platz" steht dort, darunter eine Kurz-Info zum ersten Ministerpräsidenten Bayerns.

Hintergrund der Aktion: Die bayerische Revolution 1918/1919. Am 7. November 1918 gelang es in München einer kleinen Schar von Linksoppositionellen um den unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner, den bayerischen König Ludwig III. zu stürzen. Der Freistaat Bayern wurde proklamiert, einen Tag nach der Revolution wurde Eisner dann der erste Ministerpräsident Bayerns. Am 21. Februar 1919 starb Eisner – er wurde Opfer eines gewalttätigen Attentats durch den nationalistischen Studenten Anton Graf von Arco.

Forderung: Marienhof in Kurt-Eisner-Platz umbenennen

Am Donnerstagabend gab es in der Rathausgalerie eine Veranstaltung zum 100. Jahrestag der Revolution – im Anschluss brachte der Verein dann das Eisner-Straßenschild am Rathaus an. "Das andere Bayern" fordert einen zentralen Gedenkort für Eisner in München. Für sie bietet sich dafür der jetzige Marienhof an. "Die Benennung des Marienhofes als zentralen städtischen Platzes nach dem Begründer des Freistaats verstehen wir als angemessene Würdigung und als Ausdruck einer geschichts- und selbstbewussten Demokratie", begründet der Verein seine Forderung.

 

8 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading