"Ende Geländewagen": Klimaschützer besetzten am Samstag Straßen in der City – für ein autofreies München.

München - Die Politik ändere ja freiwillig nichts, sagen sie, und nun drohe die bayerische Justiz CSU-Ministerpräsident Markus Söder sogar Beugehaft an, damit er für sauberere Luft sorgt in der Landeshauptstadt. Also hatte die Münchner Ortsgruppe des Klimaschutz-Bündnisses "Ende Gelände" zu einer "Aktion zivilen Ungehorsam"“ aufgerufen.

Die jungen Klimaschutz-Aktivisten (darunter auch die Grüne Jugend München, Robin Wood, Critical Mass und Die Linke) besetzten am Samstag unter dem Motto "Ende Geländewagen" einige Straßen in der City, darunter die Elisenstraße. Bekleidet mit Atemschutzmasken und blauen Staubanzügen, symbolisch für "die Farbe der sauberen Luft".

Aktivisten wollen kostenlosen ÖPNV und Ausbau von Radwegen

"Wir finden es skandalös, dass trotz Dieselskandal und ständiger Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte in München die Autos immer größer werden", sagt Aktionssprecherin Lisa Weber (25). "Wir wollen eine autofreie Stadt, kostenlosen ÖPNV und den massiven Ausbau von Radwegen. Und um wahrgenommen zu werden, übertreten wir jetzt mal bewusst die Regeln und nehmen die Verkehrswende selber in die Hand."

Rund 300 Menschen waren der Aufforderung gefolgt und nach München gekommen.