Airbus-Absturz der Germanwings Taskforce berät: Kommen jetzt Psycho-Checks für Piloten?

Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX der Fluggesellschaft Germanwings. Foto: dpa

Änderungen am Cocpit-Tür-Mechanismus und medizinische und psychologische Checks für Piloten: Ein Expertengremium soll jetzt über Konsequenzen nach dem Germanwings-Drama beraten.

 

Berlin - Eine neue Expertengruppe der Luftfahrtbranche soll über Konsequenzen aus dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten beraten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, kündigten am Donnerstag in Berlin an, ein solches Gremium mit Sachverständigen und Fachleuten einzusetzen. Sie sollen unter anderem über mögliche Änderungen am Türschutz-Mechanismus in Cockpits beraten, außerdem über medizinische und psychologische Checks für Piloten.

In der Runde sollen unter anderem die Flugbetriebschefs der Airlines sitzen, ebenso Flugmediziner und Vertreter der Berufsverbände. Auch das Verkehrsministerium und das Luftfahrtbundesamt sollen in die Beratungen eingebunden werden.

"Die Aufgabe dieser Taskforce ist offen", sagte Siegloch. Neue Ergebnisse der Ermittlungen an der Unfallstelle in Südfrankreich sollten in die Beratungen einfließen. "Es ist wichtig, dass wir nicht zu übereilten Beschlüssen kommen", mahnte er. Wichtig sei, ausgiebig über Vor- und Nachteile möglicher Änderungen zu beraten, um die Sicherheitskette im Flugverkehr nicht zu gefährden.

Der Copilot der Germanwings-Maschine wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht zum Absturz gebracht zu haben.

 

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