Ärger mit Splitt Ex-Stadträtin stürzt

Heidrun Kaspar radelt gerne Foto: Gregor Feindt

Heidrun Kaspar vom Kinderschutzbund rutscht auf dem Streugut aus

 

Trudering - Wie gefährlich Radeln auf Rollsplitt sein kann, hat die Vorsitzende des Kinderschutzbundes und frühere FDP-Stadträtin Heidrun Kaspar am eigenen Körper erlebt: Vor kurzem ist sie beim Bremsen mit ihrem Rad gestürzt. Seitdem steigt die 71-Jährige nicht mehr ohne Helm auf den Sattel.

Es war Freitagmittag, sie radelte gerade auf die Kreuzung Wasserburger Landstraße/Friedenspromenade zu und bremste, weil die Ampel Rot zeigte. Auf dem Radweg lagen lauter kleine Steine und Kies. Schon war es passiert: „Das hintere Rad rutschte auf dem Splitt weg”, erzählt sie. „Kopfüber bin ich auf dem Gehweg gelandet. 20 Zentimeter weiter rechts und ich hätte stangerlgrad die Ampel erwischt.” So aber stand Heidrun Kaspar rasch wieder auf und beruhigte die besorgten Autofahrer, die angehalten hatten.

Sie selber machte sich da noch keine Sorgen, lässt sich aber grundsätzlich nicht leicht schocken. Erst zuhause vor dem Spiegel wurde ihr klar, dass der Sturz doch schlimmer war als zunächst gedacht: Ein blaues Auge, eine Beule an der Stirn sowie zwei blutende Knie und zerrissene Kleidung. Dazu eine Gehirnerschütterung. Mittlerweile hat sich Kaspar wieder gut erholt. Dennoch: „Das war echt gefährlich”, sagt die begeisterte Radlerin heute. „Ich bin dafür, dass der Splitt von den Rad- und Gehwegen geräumt wird.”

Doch so lange will sie selbst nicht warten, Kaspar hat bereits Konsequenzen aus dem Sturz gezogen: „Ich radle nur noch mit Helm.” Gleich am Tag nach dem Unfall hat sie sich einen besorgt, trotz modischer Bedenken. „Mein Enkel findet den Helm cool.” Ihr Appell: „Senioren sollten beim Radeln grundsätzlich einen Helm tragen. Jeder denkt zwar: ,Ich fahre doch nur langsam und bin vorsichtig.’ Aber es ist schnell passiert!”


 

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