Ärger mit Anwohnern Party in München: Das Nachtleben wächst rasant

Das Münchner Nachtleben wächst rasant (Archivbild). Foto: dpa

Das Münchner Nachtleben wächst weiter rasant. Negative Folge: Probleme mit den Anwohnern. Eine umfangreiche Studie über das Nachtleben legt eine Lösung nahe.

 

München - Ein attraktives Nachtleben gehört natürlich zu einer Boom-Metropole wie München. Es hat unter anderem Einfluss auf die Studienortswahl vieler junger Menschen. Und was das anbelangt, ist München inzwischen top. In den letzten zwei Jahrzehnten wuchs das Nacht-Angebot rasant, vor allem in der Innenstadt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet ist das, das Ergebnis der bislang umfangreichsten Studie zum Nachtleben in deutschen Großstädten. München liegt inwischen sogar mit 35 umsatzsteuerpflichtigen Diskotheken vor Städten wie Hamburg (32) und Köln (31).

Aber auch die Probleme eines stetig wachsenden Innenstadt-Nachtlebens, also der Feiermeile mitten im Wohngebiet, liegen auf der Hand: Genervte Anwohner.

Stadtplaner Jakob Schmid, verantwortlich für die Studie, sieht die Lösung in einer Einbeziehung des Nachtlebens in die Stadtplanung. "Wenn Konflikte auftreten, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen." Ist das Nachtleben allerdings bereits in der Stadtplanung verankert, könne Lärmbelästigungen am besten vermieden werden. In München ist das bislang noch nicht der Fall, wie Martin Klamm, Sprecher des Münchner Planungsreferats, der "SZ" bestätigt: "Bislang ist eine Nachtleben-Nutzung keine eigene Planungskategorie."

Wird also höchste Zeit daran etwas zu ändern, damit das Münchner Nachtleben weiter attraktiv bleibt und gleichzeitig ruhebedürftigte Anwohner nicht gestört werden.

 

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