Ägypten Ballonunglück in Luxor: 19 Touristen stürzen in den Tod

Trümmerhaufen: Beim Absturz des Heissluftballons in Aegypten sind am Dienstag vermutlich mindestens 19 Touristen ums Leben gekommen. Foto: dapd

Der Flug mit dem Ballon über die Tempel aus der Pharaonenzeit ist für viele Touristen ein Höhepunkt ihres Urlaubs in Luxor. Wieder einmal endete das Vergnügen tragisch.

 

Luxor/Kairo – Beim Absturz eines Heißluftballons in der ägyptischen Stadt Luxor sind 19 Touristen ums Leben gekommen. Ein kaputter Gasschlauch soll das Unglück am Dienstagmorgen verursacht haben. Das berichtete das Nachrichtenportal „Al-Ahram“ unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Firma, bei der die Touristen den Ballonflug gebucht hatten.

Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin sind unter den Opfern keine Deutschen. Die Insassen des Ballons kamen nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija aus Asien, Ungarn, Frankreich und Großbritannien.

Der Ballonführer und ein Tourist sollen in den dramatischen letzten Sekunden in der Luft versucht haben, sich mit einem Sprung aus dem Ballon zu retten. Sie wurden den Angaben zufolge mit schweren Verbrennungen und Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Mitarbeiter der Ballonflug-Firma sagte, der Schlauch sei kurz vor der geplanten Landung gerissen. Die anschließende Explosion des Gastanks habe den Ballon erst in rasender Geschwindigkeit auf eine Höhe von 400 Metern aufsteigen lassen. Dann sei er zerplatzt. Der Korb mit den Touristen stürzte auf ein Zuckerrohrfeld im Westen der Stadt. Das Nachrichtenportal „youm7“ meldete, zwei Stunden nach dem Absturz seien alle Leichen geborgen worden. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet.

Luxor liegt am Nil und ist mit seinen Tempelanlagen aus der Pharaonenzeit eine der Haupttouristenattraktionen in Ägypten. Exkursionen mit dem Heißluftballon sind sehr beliebt – allerdings gab es immer wieder schwere Unfälle. So stürzte 2009 ein Ballon ab, 16 Touristen wurden verletzt. Im Februar 2008 stießen drei Heißluftballons zusammen, dabei wurden sieben Insassen verletzt.

 

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