Adolf und Rudolf Dassler Wie zwei Brüder Adidas und Puma gründeten

Das Geburtshaus der Brüder Adolf (o.l) und Rudolf Dassler (o.r.) in Herzogenaurach. Der eine gründete Adidas, der andere später Puma. Foto: dpa

Am Ende standen die Weltkonzerne Adidas und Puma. In der Waschküche ihrer Mutter nähten Adolf (Adi) und Rudolf Dassler ihre ersten Schuhe.

Herzogenaurach – Adolf (Adi) und Rudolf Dassler stammten aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach - und nähten in der Waschküche ihrer Mutter ihre ersten Schuhe. In dem 1900 erbauten und mit zwei Türmchen geschmückten Haus Am Hirtengraben fertigte Adolf bereits im Jahr 1920 seine ersten Rennschuhe - damals war der sportbegeisterte gelernte Bäcker gerade 20 Jahre alt.

Später stieg sein älterer Bruder Rudolf ein. Gemeinsam gründeten sie 1924 die "Sportschuhfabrik Gebrüder Dassler" und setzten damit eine lange Tradition fort: Herzogenaurach war seit dem 19. Jahrhundert ein Schuhmacher-Städtchen, bekannt für Hausschuhe und andere "Schlappen".

Auch die Sportschuhfabrik der Brüder Dassler beginnt zu florieren, 1927 zieht sie in größere Räume um. Die Olympischen Spiele 1936 befeuern die Produktion. Doch bald darauf bringt der Zweite Weltkrieg harte Einschnitte, und die Brüder zerstreiten sich bis aufs Blut.

Sie stellen den Mitarbeitern frei, für wen sie künftig arbeiten wollen, und gehen fortan getrennte Wege. Adolf Dassler gründet "Adidas" und führt als Logo die drei "Riemen" ein. Rudolf Dassler nennt sein Unternehmen zunächst "Ruda", bevor sich "Puma" durchsetzt. Heute sind die beiden Firmen hinter dem US-amerikanischen Unternehmen Nike die Nummern Zwei und Drei der weltweiten Sportartikelbranche. Allerdings ist Adidas mit einem Umsatz von zuletzt gut 14 Milliarden Euro mehr als dreimal so groß wie Puma mit knapp 3 Milliarden Euro.

 

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